{"id":1857,"date":"2024-09-21T04:25:40","date_gmt":"2024-09-21T02:25:40","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1857"},"modified":"2024-09-21T14:06:00","modified_gmt":"2024-09-21T12:06:00","slug":"unglaublich-aber-wahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/09\/21\/unglaublich-aber-wahr\/","title":{"rendered":"Unglaublich aber wahr"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240920_1935199572-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1859\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240920_1935199572-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240920_1935199572-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240920_1935199572-1-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240920_1935199572-1-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240920_1935199572-1-600x800.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240920_1935199572-1-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Tag hat so gut begonnen. Ich verabschiede mich vom Nationalpark Cotacachi Cayapas und rolle herunter nach Otavalo, wo Livia auf mich wartet. Livia kenne ich aus Peru vom Huayhuash-Trek, wo wir gemeinsam in einem Zelt \u00fcbernachtet hatten. Ich sammel sie also ein und wir fahren gemeinsam weiter. Zun\u00e4chst zu einem Wasserfall ganz in der N\u00e4he der Stadt, Cascada de Peluche. Alles scheint noch zu schlafen, aber wir kommen auch so auf das Gel\u00e4nde, super gepflegt. Es erinnert uns irgendwie an Schottland. Ein kurzer Weg f\u00fchrt uns zum Wasserfall. Die Aussicht ist sch\u00f6n, aber wir bemerken, dass es scheinbar noch einen 2. gibt, also machen wir uns auf den Weg dorthin. Ein wenig nach oben und es scheint nicht mehr weiter zu gehen. Das Schild wei\u00dft uns darauf hin, dass wir nun durch den Tunnel m\u00fcssen und dann ein St\u00fcck im Fluss weiter gehen sollen. Super cool und spektakul\u00e4r. Der Tunnel ist klein und eng, der Fluss sch\u00f6n erfrischend. Der Wasserfall ist etwas unspektakul\u00e4r aber der Weg hat sich gelohnt. Wir sind happy und machen uns auf den R\u00fcckweg. Jetzt geht es noch in eine Handwerkstatt. Es wird nur f\u00fcr uns ge\u00f6ffnet. Jos\u00e9, der Besitzer f\u00fchrt uns herum, zeigt uns die Webst\u00fchle, wo all die Kleidung und Decken hergestellt werden und schaut uns geduldig dabei zu, wie wir uns ein paar Sachen aussuchen. Am l\u00e4ngsten brauche ich, mir eine Kuscheldecke aus 50% Alpaka und 50% Schafwolle auszusuchen. Aber am Ende werde ich f\u00fcndig. Leider muss ich sp\u00e4ter am heutigen Tage schon wieder Abschied von ihr nehmen aber dazu sp\u00e4ter mehr. Als wir mit unserem Einkaufsbummel fertig sind, steigen wir ins Auto und fahren kurz vor die kolumbianische Grenze nach Tulc\u00e1n. Jos\u00e9 hat uns empfohlen, hier den Friedhof zu besichtigen. Und ich kann best\u00e4tigen, dass dies ein besonderer Friedhof ist. Das gesamte Gel\u00e4nde hat eher den Charakter ein sch\u00f6ner gr\u00fcner Park zu sein. Alle Hecken sind in wilden Formationen, Figuren, die an die Inca erinnern, als Tiere und Torb\u00f6gen geschnitten. V\u00f6llig surreal dieses Bild. Man f\u00fchlt sich wohl und vergisst etwas, dass man auf einem Friedhof ist. Das heutige Foto des Tages entsteht genau hier. Ich habe es ausgew\u00e4hlt, da ich es von allen Tagesaktivit\u00e4ten am utopischsten finde. Auf der kleinen Wanderung habe ich auch super sch\u00f6ne Bilder gemacht, aber es war bei weitem nicht so einzigartig wie dieser Friedhof. Und dann stand noch der Grenz\u00fcbergang bevor. Von Ecuador nach Kolumbien. Mit Geduld l\u00e4sst sich das immer machen. Denkste, nicht in Kolumbien. Der Zoll in Kolumbien will irgendwelche wilden Papiere ausgef\u00fcllt haben und ich brauche irgendeine zus\u00e4tzliche Versicherung damit ich einreisen kann. Gottseidank treffen wir auf andere Reisende, die diesen Papierkrieg gerade hinter sich gebracht haben und uns an eine Dame verweisen, die das alles f\u00fcr sie erledigt hat. Da steigt kein Mensch durch. Wieso ist es hier so kompliziert und an allen anderen Grenzen bisher so machbar gewesen. Ich bin gestresst. Meine Papiere rotieren zwischen den Leuten. Vom Foto der Fahrgestellnummer bis zum Einreisestempel, von meinem Personalausweis plus Reisepass und meinem F\u00fchrerschein. Als ich alles wieder in den H\u00e4nden habe, bekomme ich eine Mail, mit der ich endlich zum Zoll kann. Jetzt funktioniert alles so wie sonst auch immer. Er nimmt meine Daten auf und ich darf einreisen. Wieso der Papierkrieg im Vorhinein notwendig war, wei\u00df keiner. Wir fahren nach Kolumbien herein, in die erste Stadt Ipiales, suchen ein wenig nach einem Parkplatz und g\u00f6nnen uns endlich etwas zu essen. Die Stadt ist gerade sehr besch\u00e4ftigt und so sind wir froh, dass wir etwas Ruhe und eine warme Mahlzeit und so wieder Energie tanken k\u00f6nnen. Wir h\u00e4ngen beide v\u00f6llig durch. Der Parkw\u00e4chter meinte zu uns, er sei bis um 6 da, also geht es Punkt 6 wieder zum Auto. Es ist kein Parkw\u00e4chter mehr da. Als ich das Auto aufschlie\u00dfe, versteht mein Kopf nicht, was meine Augen gerade sehen. So haben wir das Auto nicht hinterlassen! Alles liegt Durcheinander und dann realisiere ich es: in mein Auto wurde eingebrochen. Das wichtigste: meine Autopapiere sind noch da, auch wenn sie v\u00f6llig wo anders sind. Mein Rucksack ist Weg. Mein Liebling, der mich seit 12 Jahren \u00fcberall hin begleitet hat. In meinem Rucksack war meine Daunenjacke und meine Regenjacke, mein erste Hilfe-K\u00e4stchen und meine Medikamente, mein erst neu erstandenes Taschenmesser und ganz viel n\u00fctzlicher Kleinkram. Ich habe au\u00dferdem ein weiteres Loch in meinem Auto: das Radio wurde entwendet. Alle fremdw\u00e4hrungen der anderen L\u00e4nder sind noch im Handschuhfach. Meine Drohne ist noch da und meine Kamera auch. Was allerdings fehlt, sind meine frisch gekauften Wollsachen. Gut, dass ich zumindest eine Jacke anhatte. Wir sind v\u00f6llig fassungslos. Wie kann so etwas am hellerlichten Tage mit so vielen Passanten passieren? Das schlimmste ist eigentlich, dass mein Schloss an der Beifahrert\u00fcr so verbogen ist, dass sie nun nicht mehr schlie\u00dft. Ich hatte trotzdem etwas Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck, sie h\u00e4tten weitaus mehr entwenden k\u00f6nnen. Trotzdem ist es v\u00f6llig unklar, warum man so etwas tut. Damit ich mich etwas sicherer f\u00fchle, bleibt Livia heute mit bei mir im Auto und wir d\u00fcrfen auf dem abgeschlossenen Gel\u00e4nde der Gondel schlafen. V\u00f6llig ungl\u00e4ubig gehen wir zu Bett. Freitag der 13. kam mit einer Woche Versp\u00e4tung, daf\u00fcr aber mit geballter Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tag hat so gut begonnen. Ich verabschiede mich vom Nationalpark Cotacachi Cayapas und rolle herunter nach Otavalo, wo Livia auf mich wartet. Livia kenne ich aus Peru vom Huayhuash-Trek, wo wir gemeinsam in einem Zelt \u00fcbernachtet hatten. Ich sammel sie also ein und wir fahren gemeinsam weiter. 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