{"id":1789,"date":"2024-09-14T05:22:12","date_gmt":"2024-09-14T03:22:12","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1789"},"modified":"2024-09-14T05:22:38","modified_gmt":"2024-09-14T03:22:38","slug":"am-mittelpunkt-der-erde-angekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/09\/14\/am-mittelpunkt-der-erde-angekommen\/","title":{"rendered":"Am Mittelpunkt der Erde angekommen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240913_2026035464-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1788\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240913_2026035464-768x1024.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240913_2026035464-225x300.jpg 225w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240913_2026035464-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240913_2026035464-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240913_2026035464-600x800.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240913_2026035464-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck hei\u00dft es mal wieder Abschied nehmen von Menschen, die ich gerade erst lieb gewonnen habe. Ich bekomme noch einige Tipps mit auf den Weg und dann bin ich auch schon auf dem Weg nach Quito, der h\u00f6chstgelegenen Hauptstadt der Welt. Wir befinden uns auf 2800 m und ich habe mich heute morgen kurz entschlossen f\u00fcr eine Free-Walking-Tour angemeldet. Gl\u00fccklicherweise finde ich nicht weit vom Treffpunkt einen Parkplatz, mache noch schnell ein paar Besorgungen: Radkreuz, W\u00e4rmflasche, Handy-Ladekabel, Obst &amp; Gem\u00fcse und schon geht die Tour los. Wir treffen uns bei der Basilica del Voto Nacional. Wir sind heute eine sehr kleine Gruppe, was eher ungew\u00f6hnlich ist. Mit von der Partie sind: Lucia aus Mexiko nun in New York lebend, Valentina aus Italien nun in New York lebend und Marko, der Mann von Lucia aus der N\u00e4he von Oldenburg (Deutschland) nat\u00fcrlich auch in New York lebend. Die drei sind gerade in Quito f\u00fcr eine Hochzeit zwischen einer Ecuadorianerin und einem Deutschen. Super cool, wie ich finde. Unsere kleine, aber super feine Truppe machte sich also auf den Weg und unsere Reiseleiterin machte uns zum Beispiel auf die vielen verschiedenen Tiere an der Basilica aufmerksam, alle samt aus Ecuador, vom Kondor \u00fcber die Schildkr\u00f6te bis hin zum Iguana. Da es eine S\u00e4ge gibt, dass das Ende der Welt Naht, sowie die Kirche fertig ist, wird ununterbrochen daran renoviert. Verr\u00fcckt. Unser Weg f\u00fchrte uns dann weiter zum Cacao-Tasting. 90% des Ecuadorianischen Cacaos werden nach Deutschland, Schweiz und Belgien exportiert. Wir d\u00fcrfen 5 verschieden Schokoladen verkosten. Es ist immer die gleiche Cacao-Pflanze und die exakt gleiche Menge an anderen Zutaten. 70% Schoki vom Amazonas schmeckt im direkten Vergleich komplett anders als 70% Schoki aus Cacao von Esmeralda (den Bergen) oder Guayaquil (der K\u00fcste). Tats\u00e4chlich schmecken wir heraus, in welcher Gegend die Cacao-Pflanzen stehen. Die Schoki mit den Cacao-Bohnen von der K\u00fcste schmeckt tats\u00e4chlich salzig, obwohl nicht ein Gramm Salz enthalten ist. Was ich auch super spannend finde und heute gelernt habe: Cacao-Pflanzen sind \u00fcber die Wurzeln miteinander verbunden und k\u00f6nnen so Mineralstoffe miteinander austauschen. Die einzigen B\u00e4ume die das sonst noch machen, sind Kaffee und Wein. Super erstaunlich, super intelligent. Weiter geht&#8217;s mit etwas Kultur, wir lernen ein wenig \u00fcber die verschiedenen indigenen Bev\u00f6lkerungsgruppen, setzen ihre Masken auf, und nachdem wir den typischen Guavenliqu\u00f6r getrunken haben heizen wir uns mit einem Tanz noch mehr ein. Danach kosten wir noch die verschiedenen Arten Mais (mit Karamell, Chilli, Zucker, Salz). In Ecuador wird dieser getrocknete Mais zum Snacks Hundekacke genannt, wieso auch immer. Danach geht es ein St\u00fcck weiter und wir bekommen direkt das n\u00e4chste Getr\u00e4nk zum verkosten, das hier gern zur Vorweihnachtszeit getrunken wird. Und so schmeckt es auch. Ein Teegetr\u00e4nk aus Zimt, Khaki und eventuell noch Anis. Damit man noch w\u00e4rmer wird, kommt ein Zuckerrohrschnaps namens Puntas hinzu. Nach den ganzen Verk\u00f6stigungen ist jetzt aber Mal wieder etwas Sightseeing angesagt. Was ich erschreckend finde, dass den Indigenen, das Christentum von den spanischen Eroberern aufgezwungen wurde. Was noch viel schlimmer ist, dass sie dann nicht einmal in den Kirchen beten und ihre Gottesdienste abhalten durften, deshalb sieht man in Quito vor jeder Kirche ein Steinkreuz, wo sie dann beten durften. Strikt getrennt von den anderen. Und dabei sind bei den Indigenen alle Menschen gleichgestellt. Die Frauen haben genauso viel zu sagen, wie die M\u00e4nner, das war damals ziemlich fortschrittlich. Sp\u00e4ter haben sie auch ihre eigenen einfacheren Kirchen erbaut. Die Franziskaner und Jesuiten haben weitaus prunkvollere Bauten in der Stadt errichtet, wie die Iglesia de la compa\u00f1ia de Jes\u00fas oder der Kathedrale oder dem Franziskanerkloster mit der ersten Hochschule und Brauerei von Ecuador, die immer noch als solche dienen. Was ich heute au\u00dferdem \u00fcber Ecuador gelernt habe, ist ein wenig Vexillologie, Flaggenkunde: Ecuador hat die gleichen Farben wie Kolumbien und Venezuela, da alle einmal zur kolumbianischen F\u00f6deration geh\u00f6rten. Das Gelb steht f\u00fcr das Erdreichtum des Landes, blau f\u00fcr den Pazifik und rot zum Gedenken an das Blut, das w\u00e4hrend der Eroberung vergossen wurde. Ganz viel Geschichte und ganz viele interessante Fakten, die ich hier gar nicht alle aufz\u00e4hlen kann. Nach 3,5 Stunden waren wir fertig und ich machte mich auf den Weg zum Mittelpunkt der Erde. Was ich nicht erwartet habe, dass man Eintritt zahlen muss, um die Koordinaten 0&#8217;0&#8217;0&#8242; auf seinem GPS zu sehen. Das Gute, es gibt ein Museum zur Geschichte des Mittelpunkts der Erde, ein wenig Wissen und Tradition aus den 4 verschiedenen Regionen Ecuadors (Amazonas, Hochland, K\u00fcste, Galapagos), ein Planetarium und ein Cacao-Museum mit Schokolaterie mit erneuter Verkostung f\u00fcr mich gratis dinzu. F\u00fcr die anderen Touristen gibt es noch haufenweise Souvenirl\u00e4den zum Shoppen, da ich aber recht sp\u00e4t dran war, komme ich gerade dazu alles Wissen und all die kostenlosen Schokiproben in mich aufzunehmen. Auf dem heutigen Foto des Tages ist der \u00c4quator zu sehen. Was ich witzig finde, ist, dass es auf der linken H\u00e4lfte (S\u00fcdhalbkugel) dunkel\/Winter zu sein scheint und rechts auf der Nordhalbkugel hell bzw. Sommer ist, was ja auch in gewisser Weise zutrifft. Super Schnappschuss, wie ich finde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck hei\u00dft es mal wieder Abschied nehmen von Menschen, die ich gerade erst lieb gewonnen habe. 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