{"id":1772,"date":"2024-09-10T21:31:50","date_gmt":"2024-09-10T19:31:50","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1772"},"modified":"2024-09-11T15:00:01","modified_gmt":"2024-09-11T13:00:01","slug":"freudentranen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/09\/10\/freudentranen\/","title":{"rendered":"Freudentr\u00e4nen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240910_1845300412-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1771\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240910_1845300412-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240910_1845300412-300x225.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240910_1845300412-768x576.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240910_1845300412-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240910_1845300412-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240910_1845300412-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wetterumschwung, ich werde von der Sonne geweckt. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck geht es sofort nach Ambato, denn, was ich verschwiegen habe bisher: Ich habe schon wieder Probleme mit meinem Motor. Ich habe absolut keinen Bums. In Ba\u00f1os k\u00f6nnte mir keiner helfen. Ich qu\u00e4le mich also mit 10-40 km\/h den Berg herauf und bin \u00fcberrascht, dass mit gar nicht so viel Zeitdifferenz ankomme. Ich frage den Parkw\u00e4chter, wo der Mechaniker ist und er meint, der ist nicht da. Entt\u00e4uschung. Ich suche seine Nummer heraus und rufe ihn an. Sehr gut, er kommt in 20 Minuten wieder zur Werkstatt. Also warte ich kurz und schon ist er da. Das erste was er nach der Begr\u00fc\u00dfung sagt, ist, ich bin Mechaniker f\u00fcr Benziner und nicht f\u00fcr Diesel-Fahrzeuge, wie es mein Biest ist. Er schaut es sich aber trotzdem erstmal an. Noch einer Minute meint er, wenn es das war, haben wir Gl\u00fcck. Steig ein, wir machen eine Probefahrt. Die Motorkontrolleleuchte bleibt aus und wir flitzen den Berg hoch. Ich kann es nicht glauben, durch mein Offraod-Fahren ist einfach die Halterung eines Sensors kaputt gegangen. Kabelb\u00fcndel drumrum und schon h\u00e4lt er wieder. Mir kommen die Tr\u00e4nen, ich kann&#8217;s nicht fassen. So schnell, so einfach, so billig. Ich musste nichts bezahlen. Ein ganz gro\u00dfes Dank, die Google-Bewertungen sind mal sowas von gerechtfertigt. Ich hatte mich darauf eingestellt, in Ambato bleiben zu m\u00fcssen, aber wenn ich nicht in der Stadt sein muss, fahre ich direkt wieder heraus in die Berge nach Quilotoa. Die Stra\u00dfe dorthin ist f\u00fcr eine Bergstra\u00dfe mal richtig gut. Was erstaunlich ist, ist die Dichte an Stra\u00dfenhunden. Alle 100 Meter liegt einer am Stra\u00dfenrand oder gar mitten auf der Stra\u00dfe. Den Vulkan Cotopaxi habe ich die ganze Zeit im Blick und je h\u00f6her ich komme, desto besser wird die Aussicht. Das Wetter spielt mir in die Karten, die Fernsicht ist unglaublich gut. Zum Cotopaxi geht es aber erst in ein paar Tagen. Heute also nur ein kleiner Vorgeschmack. In Quilotoa angekommen, bin ich etwas \u00fcberrascht. Normalerweise habe ich ja einen Draht v\u00f6llig abgelegene Ziele zu erkunden. Abgelegen bin ich, aber definitiv nicht der einzige Tourist. Ich schlender erstmal ein wenig herum, mache mich schon mal schlau, was man alles f\u00fcr Wanderungen machen kann und gehe nach meinem sp\u00e4ten Mittagessen auch gleich noch eine Runde wandern. Die Wanderung startet oben am Kraterrand, von hier hat man eine unglaublich sch\u00f6ne Aussicht \u00fcber den gesamten Krater und so auch die Laguna Verde Quilotoa. Das heutige Foto des Tages entsteht genau hier. Der Weg f\u00fchrt mich jetzt 40 Minuten lang nach unten an den See, durch Sand oder Staub, ich kann es gar nicht definieren, aber am Ende sehe ich bis zum Knie aus wie ein Schw&#8230; Ich bin mal wieder nicht allein unterwegs. Eine H\u00fcndin begleitet mich die gesamte Zeit. Unten am See angekommen, ruhen wir uns kurz aus, sehen, wie die arbeitende Bev\u00f6lkerung Feierabend macht, die Boote werden eingeholt und die L\u00e4den verriegelt und dann machen sie sich auf den schwei\u00dftreibenden Heimweg. Wir warten noch etwas und gehen dann zusammen nach oben. Es f\u00fchlt sich an, als w\u00fcrde man eine Sandd\u00fcne heraufwandern. Eine Fu\u00dfl\u00e4nge nach vorn und durch den Sand rutscht man die H\u00e4lfte wieder zur\u00fcck, da die Sonne bereits untergeht, beginnen sich jetzt die Schatten der Berge auf dem See wiederzuspiegeln. Super sch\u00f6n. Ich bleibe wieder viel zu oft stehen um Fotos zu machen, was eine willkommene Pause f\u00fcr mich ist und auch meine Wanderkumpanin wartet jedes Mal geduldig auf mich. Oben im Dorf angekommen, verlieren wir uns aus den Augen, also gehe ich zum Auto zur\u00fcck, da es langsam kalt wird. Nach einer halben Stunde, sehe ich sie im Spiegel, wie sie meiner F\u00e4hrte nachschn\u00fcffelt, ich mache die T\u00fcr auf und sie freut sich riesig. Da sie ein Stra\u00dfenhund ist, traut sie sich aber nicht ins Auto. Zur Erkl\u00e4rung: Sie ist der sauberste Stra\u00dfenhund mit dem Weichstein Fell, den ich je gesehen habe. Sie legt sich windgesch\u00fctzt neben mein Auto und schlummert. Da ich Essensreste \u00fcbrig habe, teile ich sie gern mit ihr und sie verschlingt sie, aber will nicht ins Auto zum Kuscheln. Ich hoffe sie ist morgen noch da und wir k\u00f6nnen die morgige Wanderung auch zusammen machen. Wenn dem so ist, muss ich mir wirklich was \u00fcberlegen. Sie bringt mein Herz zum Schmelzen und wieder einmal kullern die Tr\u00e4nen beim Gedanken daran, mit ihr zu reisen und ihr zu Fressen und zu Trinken zu geben. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wetterumschwung, ich werde von der Sonne geweckt. 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