{"id":1744,"date":"2024-09-05T03:38:13","date_gmt":"2024-09-05T01:38:13","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1744"},"modified":"2024-09-05T21:09:46","modified_gmt":"2024-09-05T19:09:46","slug":"erkundungstour-per-fernreisefuhrer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/09\/05\/erkundungstour-per-fernreisefuhrer\/","title":{"rendered":"Erkundungstour per Fernreisef\u00fchrer"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"906\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240904_1626331132-1-906x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1743\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240904_1626331132-1-906x1024.jpg 906w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240904_1626331132-1-266x300.jpg 266w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240904_1626331132-1-768x868.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240904_1626331132-1-1360x1536.jpg 1360w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240904_1626331132-1-1813x2048.jpg 1813w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240904_1626331132-1-600x678.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 906px) 100vw, 906px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Durch den Gestank von Zigaretten wache ich heute auf und entscheide deshalb nach dem Fr\u00fchst\u00fcck nicht l\u00e4nger in dem Hostel in Guayaquil zu bleiben. Ich packe also meine Sachen und bin weg. Von Carlo, der ja aus Guayaquil stammt, habe ich ein paar Empfehlungen bekommen, was ich mir anschauen kann. Da ich mein Galapagos-Budget mit dem gestrigen Abendessen exakt aufgebraucht hatte, musste ich erstmal wieder Bargeld holen. Danach geht&#8217;s aber los. Im Historischen und Zoologischen Park von Guayaquil. Ich bekomme den g\u00fcnstigeren Eintritt, der f\u00fcr die Einheimischen gedacht ist und werde direkt erstmal von einem Guayaquil-Ara, der das Wahrzeichens der Stadt ist, begr\u00fc\u00dft. &#8220;Hola!&#8221; Ich glaub&#8217;s nicht und hoffe er sagt es nochmal, wenn ich das Ganze filme. Und tats\u00e4chlich, auf mein &#8220;Hola!&#8221; antwortet er prompt. Witzig. Was ich super interessant finde, dass die meisten Papageien, Aras und was auch immer nicht in Gehegen\/K\u00e4figen sind. Super cool eigentlich. Auch sonst ist der Zoo sehr offen gestaltet und so sind auch die Schilder Kreuz und quer verstreut. Zu meinem Gl\u00fcck komme ich gerade Morgens zu F\u00fctterzeit und so kann ich die meisten Tiere dabei beobachten, wie sie fressen. Ich habe zum Beispiel noch nie die Zunge eines Papageien gesehen. Und die Wildschweine fressen tats\u00e4chlich wie die Schweine, sie werden ihrem Ruf gerecht. Die Affen sind Recht w\u00e4hlerisch und der Boss sortiert erstmal die H\u00e4lfte aus und fegt es vom Tisch, was sich die eine Schildkr\u00f6te, die sich in ihren &#8220;Burggraben&#8221; geschlichen hat, heimlich stibitzt. 12 Affenaugen werden mit einer Schildkr\u00f6te nicht fertig. Wem das Essen besonders zu gefallen scheint, ist ein m\u00e4nnlicher Tapir, da er pl\u00f6tzlich 5 Beine hat. Mir gef\u00e4llt der Park wirklich super. Es f\u00fchrt die ganze Zeit ein Steg durch den Mangrovenwald. Die Einzigen, die wirklich separiert sind, sind die Fleischfresser, wie Herr Ozelot, Mister Amazonas-Krokodil, die Burschen von und zu Kaiman und die freche Bande Waschb\u00e4r. Was auch sehr interessant f\u00fcr mich ist, dass es ausschlie\u00dflich Tiere sind, die in Ecuador einheimisch sind, was mir allerdings heute Abend in der Natur etwas Angst bereitet, sobald ich etwas rascheln h\u00f6re. So ehrlich muss ich sein. Als der zoologische Teil vorbei ist, komme ich automatisch in den historischen. Hier stehen die historisch wichtigsten Geb\u00e4ude der Stadt. Die meisten hat nach der Bauf\u00e4lligkeit die Zentralbank Ecuador gekauft, restaurieren und wie auch immer hier her frachten lassen. Wir haben zum einen das Haus der Zentralbank selbst, das Haus, in dem die Unabh\u00e4ngigkeit Guayaquils unterzeichnet wurde und das ehemalige Ratshaus. In den 1880-1890 Jahren war Ecuador der f\u00fchrende Cacao-Produzent, was sich in zahlreichen wohlhabenden prunkvollen Geb\u00e4uden zeigte. Auch das Geb\u00e4ude der Kirche und Hospiz wurden hier her umgesiedelt. Ich darf mir die Geb\u00e4ude anschauen und hier und dort finde ich Erkl\u00e4rungen. Die alte Eisenbahn l\u00e4sst die Zeitreise perfekt werden. So langsam qu\u00e4lt mich der Hunger, aber auch daf\u00fcr hat mein Tele-Reisef\u00fchrer gesorgt. Ich gehe in einen eingez\u00e4unten Bereich. Ich sehe nur Gesch\u00e4ftsleute in ihren Anz\u00fcgen. Ich komme mir in meinem Rock und Top etwas sch\u00e4big vor aber wen st\u00f6rt&#8217;s? Hier gibt es Fischrestaurant im Wechsel mit Immobilienmaklern. Interessante Mischung. Als ich &#8220;LA PATA Gorda&#8221; lese, wei\u00df ich hier bin ich richtig. Ich bekomme ein eigenes Abteil mit Schiebet\u00fcr und bestelle exakt das, was mir aufgetragen wurde und es nur in Guayaquil gibt. Chopsoe, was eine Bowl mit Reis, halb gekocht, halb knusprig angebraten, Krabbenfleisch, gebratener Banane, Zwiebeln und einer hausgemachten Sauce ist. Super lecker. Als Vorspeise gab es noch salzige Bananenchips mit einem Knoblauchdip und zur Nachspeise einen Minz-Smoothie kostenlos dazu. Alles super lecker. Da ich noch etwas Zeit habe, bis ich mein Biesti aus der Werkstadt abholen kann, geht es noch in ein anderes Stadtviertel, in das K\u00fcnstlerviertel Las Le\u00f1as mit seinen sch\u00f6nen s\u00fc\u00dfen alten bunten H\u00e4uschen. So ziemlich in jedem ist eine Galerie oder \u00e4hnliches. Ich laufe an der sch\u00f6nen Uferpromenade entlang, genie\u00dfe den Blick aufs Wasser und entdecke immer wieder etwas neue, so zum Beispiel eine Gondel quer durch die Stadt und r\u00fcber auf die andere Uferseite des riesigen Guaya-Flusses, einen Freizeitpark, durch den ich direkt hindurch laufe und mitten auf meinem Weg im Gr\u00fcnen entdecke ich 2 riesige Leguane, die die saftigen Bl\u00e4tter der Parkpflanzen genie\u00dfen. Am Monument Malec\u00f3n 2000 angekommen, schie\u00dfe ich noch ein paar Fotos mehr, mache mich dann aber doch auf den Weg zum Bus, der hier nicht anh\u00e4lt, sondern man w\u00e4hrend der Fahrt durch die offene T\u00fcr springen muss. An meiner Endhaltestelle angekommen, habe ich nur noch ein paar Meter zu laufen und ich entdecke das Biest, wie es blitzt und blinkt. Nicht nur mein Motor wurde repariert und das \u00d6l in der Hinterachse ausgetauscht, nein, es wurde auch komplett ges\u00e4ubert. Wie n\u00f6tig es war, sehe ich immer erst, wenn es wieder sauber ist. Wir schmei\u00dfen den Motor an und das K\u00e4tzchen schnurrt vom Feinsten. Auf der Stra\u00dfe kann ich es nicht fassen, wie viel Power mein Auto hat. Wer mich kennt, wei\u00df ja, dass ich ab und zu mal meine Momente habe, in denen nicht nur ich \u00fcber mich lachen kann. &#8220;Jetzt bin ich wieder eine von den Schnellen.&#8221; sage ich scherzhaft zu den anderen Autofahrern und muss heftig schmunzeln w\u00e4hrend ich auf meinem Fahrersitz auf und ab h\u00fcpfe. Ich bin gerade erst aus Guayaquil heraus und werde schon angehalten. Eines meiner Lichter ist mal wieder ausgestiegen. Zum ersten Mal soll ich einen Bus Zettel bekommen. Problem: ich soll ihn in 3 Tagen in der Polizeiinspektion bezahlen. Wir diskutieren nett hin und her und selbst er sieht irgenwann ein, dass das Mist ist, weil hier gibt es exakt Nichts und ich will wirklich weg hier aus der Gegend. W\u00e4hrend wir also miteinander reden, wird es dunkel. Er m\u00f6chte 70 Dollar f\u00fcr die Stornierung haben und ist weg. Was soll man machen. Ich wei\u00df nicht ob das ein Delikt von Korruption war oder Nettigkeit, aber einen Beleg habe ich nicht erhalten. Wie auch immer, da es dunkel ist, muss ich mir jetzt doch hier irgendwo zwischen den Bananenplantagen einen Campingplatz f\u00fcr die Nacht suchen. Auch wenn mir davon abgeraten wurde, da wohl in den Plantagen tausende Kilo Kokain lagern, aber die Sonne bestimmt meinen Tag und sie bestimmt heute, dass ich in den Bananen schlafe. Ich bin also etwas nerv\u00f6s und wachsam, w\u00e4hrend ich diese Zeilen schreibe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch den Gestank von Zigaretten wache ich heute auf und entscheide deshalb nach dem Fr\u00fchst\u00fcck nicht l\u00e4nger in dem Hostel in Guayaquil zu bleiben. Ich packe also meine Sachen und bin weg. Von Carlo, der ja aus Guayaquil stammt, habe ich ein paar Empfehlungen bekommen, was ich mir anschauen kann. 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