{"id":1725,"date":"2024-09-01T01:32:45","date_gmt":"2024-08-31T23:32:45","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1725"},"modified":"2024-09-01T01:34:29","modified_gmt":"2024-08-31T23:34:29","slug":"galapagos-tag-8-bikenhike","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/09\/01\/galapagos-tag-8-bikenhike\/","title":{"rendered":"Galapagos Tag 8 &#8211; Bike&#8217;n&#8217;Hike"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"754\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240831_1617588072-754x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1724\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240831_1617588072-754x1024.jpg 754w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240831_1617588072-221x300.jpg 221w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240831_1617588072-768x1042.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240831_1617588072-1132x1536.jpg 1132w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240831_1617588072-1509x2048.jpg 1509w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240831_1617588072-600x814.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PXL_20240831_1617588072-scaled.jpg 1886w\" sizes=\"auto, (max-width: 754px) 100vw, 754px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Genau gegen\u00fcber meiner Unterkunft ist ein Fahrradverleih und genau dort bekomme ich meinen Drahtesel f\u00fcr die heutige Entdeckungstour her. Drahtesel ist vielleicht etwas negativ, nein, es war ein wirklich gutes Mountainbike. Mein Ziel ist &#8220;El muro de las l\u00e1grimas&#8221; &#8211; &#8220;Die Mauer der Tr\u00e4nen&#8221;. Ich habe geh\u00f6rt, dass der Weg dorthin Recht sch\u00f6n sein soll und wusste absolut nicht, was mich erwartet. Sobald ich aus Puerto Villamil herausgefahren bin, fahre ich nicht direkt am Strand aber die &#8220;Stra\u00dfe&#8221; aus Sand ist direkt daneben.Entlang des Strandes geht es in den Nationalpark ab ins Feuchtgebiet. Entlang des Weges warten, wie mir der Parkw\u00e4chter erz\u00e4hlt unz\u00e4hlige Stops auf mich, zu denen ich zu Fu\u00df nach links und rechts vom Weg wandern kann. Alles ist super ausgeschildert und sobald es nur noch einen Trampelpfad gibt, stehen Fahrradst\u00e4nder am Wegrand, auch, um die Flora und Fauna zu sch\u00fctzen. Zu Fu\u00df ist man doch vorsichtiger. Der erste f\u00fcr mich spektakul\u00e4re Halt ist an einem See mit ungelogen rotem Wasser. Es schimmert nicht braunrote, nein, es ist wirklich rot. Ich zwinker 2 mal, weil ich denke, das kann doch nicht war sein, aber meine Augen t\u00e4uschen mich nicht. Es ist rot. Wieder auf dem Fahrrad komme ich zu einer Art Kreisel. Hier geht es zu einem Lavatunnel, zum &#8220;Playa de Amor&#8221; oder weiter Richtung Mauer der Tr\u00e4nen. Auch wenn man teilweise nur 100 m Fahrrad zwischen den jeweiligen Stops hat, ich habe wirklich alle mitgenommen und es hat sich sowas von gelohnt. Als ich in den Tunnel herabsteigen, durch den einst hei\u00dfe Lava geflossen ist, entdecke ich das Motiv des heutigen Tages. Weiter nach unten und ich bin in einem 6 m breiten Tunnel in dem ich anfangs noch stehen kann, sowie ich aber tiefer hineingehe, wird er immer flacher und ich Ende in der Hocke mit Meerwasser zu meinen F\u00fc\u00dfen. Wie weit der Tunnel reicht, kann ich aufgrund der Dunkelheit leider nicht einsehen, aber dieser Ort ist magisch. Wieder am Tageslicht, ruft mich ein Pelikan zum Liebesstrand. Hier steht ein Schild: &#8220;Achtung! Reproduktionsgebiet der Iguanas!&#8221;. Aber ich sehe keinen einzigen. Ich laufe ein paar Schritte zu den Lavafelsen im Meer und erschrecke mich, als ich fast auf einen drauftrete. Und was f\u00fcr einer. Fast doppelt so gro\u00df, wie die, die ich bisher gesehen habe. Ich bleibe mit Sicherheitsabstand stehen und jetzt entdecke ich sie. Perfekt getarnt, eins mit dem schwarzen Lavastein sehe ich auch meine ersten Baby-Iguanas. Umso l\u00e4nger ich schaue, umso mehr entdecke ich. Ich sehe jetzt bestimmt 100 St\u00fcck, von 15 bis 100 cm. So Fette Faulenzer habe ich nicht erwartet. Ich bin wirklich extrem \u00fcberrascht und eingesch\u00fcchtert. Ich lasse sie ihre Ruhe genie\u00dfen und fahre weiter. Entlang des Schildkr\u00f6tenweges und tats\u00e4chlich begegne ich einigen Schildis der Gattung vom Vulkan Sierra Negra, die aus dem Zuchtzentrum ausgewildert wurden, da sie eine Nummer auf dem Panzer tragen. Mein n\u00e4chster atemberaubender Stop ist ein H\u00fcgel auf den ich gehe. Von hier habe ich eine spektakul\u00e4re Aussicht. Ich sehe Puerto Villamil, was mittlerweile 6 km entfernt liegt, die Isla Tortuga und die Tintoreras-Inseln. Auf der anderen Seite sehe ich Den Cerro azul und den Volc\u00e1n Sierra negra. Wieder aufs Rad, etwas bergauf und ich bin am Ziel, der Mauer der Tr\u00e4nen, das einzige Relikt, das es noch gibt, als die Isla Isabela nicht wie heute als ein Naturdenkmal genutzt wurde, sondern ein weit entfernter Ort f\u00fcr politische Gefangene und Ausgesto\u00dfene war. Ich bin es abgelaufen, um die Mauer auszumessen. Sie wurde per Hand aus Lavasteinen errichtet. Ich kann mir vorstellen, dass einige dabei ums Leben gekommen sind, da die Steine nicht behandelt wurden, sondern so, wie sie in der Natur zu finden sind, Aufeinandergeschichte wurden. Dadurch ist die Mauer bis zu 10 m dick geworden. Wie beeindruckend das Ganze ist, kann man nur begreifen, wenn man davor gestanden hat. 80 Meter stehen noch. Der Rest des Gef\u00e4ngnisses ist nicht mehr zu sehen. Die H\u00f6he kann ich mit 15 m nur sch\u00e4tzen. Ein weiterer Wanderweg f\u00fchrt mich zu drei verschiedenen Aussichtspunkten und endet schlie\u00dflich mit Blick auf\u00dfls Meer, wo die ehemalige strategische Radarstation der Amerikaner im 2. Weltkrieg stand. Heute ist hier nur noch das Fundament erhalten. Die restlichen Metallteile wurden f\u00fcr das Dach der Stadtkirche verwendet. Ein krasser Gegensatz, aber sch\u00f6ner Gedanke eigentlich. Gewalt mit Frieden bek\u00e4mpfen. Auch hier ist die Aussicht wieder spektakul\u00e4r weitreichend. Ich sehe einige Regenwolken \u00fcber dem Meer auf mich zurasen. Nach 1 Minute sind sie bei mir und ich kann nichts mehr sehen, also steige ich wieder ab. Die R\u00fcckfahrt macht mir extrem viel Spa\u00df, da es fast nur bergab geht. Der W\u00e4chter meinte noch ich soll vorsichtig fahren, da es viele Unf\u00e4lle dort gab und auch die vielen Schilder weisen darauf hin, aber ich finde keinen Grund. Ich f\u00fchle mich sicher und bin im Handumdrehen wieder in der Stadt. Gut, dass ich die vielen Stops auf dem Hinweg gemacht habe und somit die Abfahrt genie\u00dfen konnte. Ich habe hier nur die mir wichtigsten Attraktionen ausgew\u00e4hlt, es waren weit mehr Stops, als ich erw\u00e4hnt habe. Dementsprechend k.o. und hungrig bin ich, als ich zur\u00fcck bin. Ich gehe noch schnell mit Julian etwas essen, bevor wir uns voneinander verabschieden und sp\u00e4testens, wenn ich wieder in Argentinien bin, wiedersehen. Durch das Regenwetter habe ich heute keine Ambitionen mehr mein warmes Bett zu verlassen, aber ich habe ja auch gen\u00fcgend Eindr\u00fccke sammeln k\u00f6nnen, um mich jetzt aufs Ohr zu hauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Genau gegen\u00fcber meiner Unterkunft ist ein Fahrradverleih und genau dort bekomme ich meinen Drahtesel f\u00fcr die heutige Entdeckungstour her. Drahtesel ist vielleicht etwas negativ, nein, es war ein wirklich gutes Mountainbike. Mein Ziel ist &#8220;El muro de las l\u00e1grimas&#8221; &#8211; &#8220;Die Mauer der Tr\u00e4nen&#8221;. 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