{"id":1663,"date":"2024-08-20T03:30:46","date_gmt":"2024-08-20T01:30:46","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1663"},"modified":"2024-08-24T05:56:01","modified_gmt":"2024-08-24T03:56:01","slug":"mal-wieder-ne-plananderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/08\/20\/mal-wieder-ne-plananderung\/","title":{"rendered":"Mal wieder &#8216;ne Plan\u00e4nderung"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"721\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000113138-1024x721.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1664\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000113138-1024x721.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000113138-300x211.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000113138-768x540.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000113138-600x422.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000113138.jpg 1448w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Raus aus den Federn und direkt auf den Fahrersitz. Das ist ja immer meine erste Amtshandlung am Tag, nur dass ich sonst von hier aus das Auto verlasse. Heute bin ich sofort los ged\u00fcst, da ich wusste, mein erstes Ziel ist nicht weit. Die Stra\u00dfen hier oben in den Bergen lassen es aber weit erscheinen. Ein paar Sch\u00fcler laufen mit mitten auf der Stra\u00dfe entgegen. Nat\u00fcrlich, es gibt auch keinen anderen Weg und schnell fahren die Autos ja eh nicht. Nach 1 Stunde komme ich an. Ich packe schnell Badesachen, Wechselkleidung, Kulturbeutel und Fr\u00fchst\u00fcck ein, um mein morgendliches Prozedere hier zu vollziehen. Ein Trampelpfad f\u00fchrt mich zu den hei\u00dfen Quellen &#8220;Ba\u00f1os Termales de Aticara&#8221;. Jackpot, ich bin allein hier. Es gibt 4 verschiedene Becken. Ich teste von jedem die Wassertemperatur und suche mir selbstverst\u00e4ndlich das w\u00e4rmste heraus. Es ist das gr\u00f6\u00dfte mit Wasserfall. Von Gletscherwasser habe ich erstmal genug. Jetzt darf es auch mal w\u00e4rmer sein. Also rein in den Bikini und erstmal unter den warmen Wasserfall, eine Wohltat. Ich bekomme eine gratis Massage, eine warme Dusche und das bei einem wundervollen Ausblick in die umliegenden Berge. Ich habe mich schon gew\u00f6hnt, wieso das Dorf hier so gr\u00fcn ist, aber auch die Pflanzen scheinen das Wasser hier genauso wie ich zu m\u00f6gen. Es ist eine kleine Oase hier, da nur 1 km weiter wieder nur ein Stein \u00fcber dem anderen liegt ohne jegliches Anzeichen von Leben. W\u00e4hrend ich hier also mein Leben genie\u00dfe und mein Fr\u00fchst\u00fcck im Wasser zu mir nehme, vergeht die Zeit mal wieder viel zu schnell. Eigentlich wollte ich ja nach Cajamarca durch die Berge fahren, jedoch komme ich viel zu schleppend voran und ich habe noch nicht eine Tankstelle hier oben gesehen und Empfang habe ich auch nicht, dass ich nachschauen k\u00f6nnte, wo die n\u00e4chste ist, also entscheide ich mich dazu, nachdem ich mein Bad mit Schwimmh\u00e4uten zwischen den Fingern verlassen habe, umzudrehen. Das hei\u00dft, ich muss wieder die gef\u00e4hrliche Stra\u00dfe nach unten. Vorher Frage ich allerdings in jedem Dorf, manches besteht nur aus drei H\u00e4usern, ob sie Diesel haben. Benzin verkauft jeder, aber Diesel hat keiner bis ich in La Pampa die letzten drei 5-Liter-Kanister von einer Frau kaufen kann. Mit denen sollte ich es bis zur n\u00e4chsten Tankstelle schaffen. Ich fahre also wieder nach unten in den Ca\u00f1on del Pato. Heute traue ich es mir sogar ein paar Beweisfotos von der Stra\u00dfe zu machen. Auch heute geht alles wieder glimpflich aus. Jetzt also noch die restlichen Tunnel, die ich gestern nicht gefahren und durchhupt habe, mitnehmen und dann bin ich auch wieder auf sicheren Stra\u00dfen. Auf meinem Weg wurde ich von ein paar Arbeitern angehalten. Ich bin immer verwirrt, wenn die Leute irgendwelche Handzeichen machen und ich keine Ahnung habe, was das bedeutet. Heute haben sie mit den Fingern ein 2 gezeigt und hin und her gewackelt. Jetzt wei\u00df ich, dass es Trinken hei\u00dfen soll, da ich danach nach Wasser gefragt wurde. Ich f\u00fclle also ihre Flaschen aus meinem Kanister auf und sie w\u00fcnschen mir eine gute Weiterreise. Es sind wirklich die kleinen Dinge, die mich auf meiner Reise am meisten erfreuen. Solche Momente sind wertvoll f\u00fcr mich, auch wenn sie von au\u00dferhalb unbedeutend erscheinen m\u00f6gen. Wenn man aber alleine reist, freut man sich \u00fcber jedes noch so kleine L\u00e4cheln, das man jemandem ins Gesicht zaubern kann. Die Steine hier sind im Gegensatz zu gestern nicht beige sonder schwarz. Die M\u00e4nner arbeiten beim Kohleabbau. Mein Auto ist mit ge\u00f6ffneten Fenstern dementsprechend dreckig, weil es ordentlich staubt. Auf sicheren Stra\u00dfen angekommen, g\u00f6nne ich mir eine &#8220;Caldo de Gallina&#8221;, um noch mehr f\u00fcr meine Genesung zu tun. Wenn es jetzt nichts wird, wei\u00df ich auch nicht. Ein hei\u00dfes Bad und eine kr\u00e4ftige H\u00fchnersuppe, sollten doch Wunder wirken. Ich bin jetzt in einem extrem weiten Tal Richtung Meer unterwegs. Der Flussslauf ist sehr breit und neben der Stra\u00dfe wird sogar Reis angebaut. Laut Navi soll ich auf die andere Uferseite \u00fcber eine Br\u00fccke ohne gen\u00fcgend Querstreben. Ich gehe in die Eisen, steige aus, begehe die Br\u00fccke zu Fu\u00df und kann es einfach nicht fassen. Maximalgewicht 25 Tonnen, kann das wahr sein? Wird diese Br\u00fccke tats\u00e4chlich noch benutzt? Ich entscheide mich heute ausnahmsweise mal f\u00fcr einen niedrigen Adrenalinspiegel und bleiben auf dieser Seite. In Santa bei Chimbote angekommen, ist die Stra\u00dfe Richtung Trujillo, wo ich hinm\u00f6chte, mit hohen Steinhindernissen versperrt. Als n\u00e4chstes kommt nur noch das Meer, irgendwie muss ich doch in die Richtung kommen. Ich sehe eine Verkehrspolizistin und frage sie wo ich langfahren kann. Sie zeigt mir eine kleine L\u00fccke zwischen den Hindernissen. Ich bin jetzt auf einer niegel nagel neuen Autobahn mutterseelen allein, nur auf der verkehrten Seite, ich f\u00fchle mich extrem unwohl, auch wenn ich keinen Gegenverkehr sehe, also fahre ich durch den Graben auf die andere Seite und mein Herzschlag beruhigt sich wieder. Ich finde das war genug Abenteuer f\u00fcr heute. Jetzt geht es wirklich nur noch nach Trujillo, wo es die schlechtesten Autofahrer Perus geben soll. Ich treffe mich spontan mit Livia, die ich vom Huayhuash-Trek kenne. Wir gehen in den Mercado Central, machen auf dem Weg ein wenig Sightseeing und landen dort, wo die meisten Leute sind. Wir fangen damit an, eine Chicha morada zu bestellen. Gefolgt con einem St\u00fcck Kuchen. Alles super lecker. Wir sitzen an einer Art Bar mitten im besch\u00e4ftigten Markt und beobachten, was die anderen so bestellen, also bestellen wir das gleiche Getr\u00e4nk. Irgendeinen Punsch, mit rohem Ei. Hoffentlich gute Eier, aber bei den Massen die hier \u00fcber die Theke gehen, muss es gut sein. Im Anschluss gibt es noch das Sandwich, das jeder bestellt und wir verabschieden uns wieder. Mittlerweile ist es dunkel geworden, also fahre ich nur noch aus Trujillo heraus an den Strand, denn im Dunkeln macht die Campsuche nur wenig Spa\u00df. Der Strand ist aber ein super Platz \u00fcber den ich mich keineswegs beschweren m\u00f6chte. Heute schlafe ich also mit Meeresrauschen ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Raus aus den Federn und direkt auf den Fahrersitz. Das ist ja immer meine erste Amtshandlung am Tag, nur dass ich sonst von hier aus das Auto verlasse. Heute bin ich sofort los ged\u00fcst, da ich wusste, mein erstes Ziel ist nicht weit. Die Stra\u00dfen hier oben in den Bergen lassen es aber weit erscheinen. 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