{"id":1654,"date":"2024-08-19T03:23:43","date_gmt":"2024-08-19T01:23:43","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1654"},"modified":"2024-08-24T05:55:49","modified_gmt":"2024-08-24T03:55:49","slug":"reinstes-gefuhlschaos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/08\/19\/reinstes-gefuhlschaos\/","title":{"rendered":"Reinstes Gef\u00fchlschaos"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"461\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112900-1-461x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1656\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112900-1-461x1024.jpg 461w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112900-1-135x300.jpg 135w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112900-1-768x1707.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112900-1-691x1536.jpg 691w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112900-1-922x2048.jpg 922w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112900-1-600x1333.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112900-1-scaled.jpg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 461px) 100vw, 461px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach einer erstaunlich warmen Nacht in 3900 Metern H\u00f6he machten wir uns noch vor halb acht auf den Weg zur Laguna 69. Der Weg f\u00fchrte zun\u00e4chst durch ein Tal, durch das sich ein Fluss entlang schl\u00e4ngelte. W\u00e4hrend wir uns schon gem\u00e4chlich nach oben k\u00e4mpften, fra\u00dfen die K\u00fche ganz entspannt ihre Fr\u00fchst\u00fccksration Rasen. Selbst als es dann steil bergauf ging, bekamen wir immer wieder kuhlichen Besuch. Da mir das Wandern heute extrem schwer viel und ich immer noch erk\u00e4ltet bin, habe ich schweren Herzens beschlossen, nun eine Woche die F\u00fc\u00dfe still zu halten und nicht weiter wandern zu gehen. Die Wanderung heute habe ich aber nat\u00fcrlich beendet. Wir treffen noch genau eine Truppe mit anderen Wanderern, die wohl schon um 5 los gewandert sind, um den Touristenmassen, die da bald kommen werden, aus dem Weg zu gehen. Nach 3 Stunden kommen wir endlich oben an und genossen die Aussicht auf den knallblauen See. Umso l\u00e4nger wir hier verweilten, umso voller wurde der Wasserfall, welcher sich direkt in Blickrichtung befand und jede Menge Schmelzwasser vom dar\u00fcber feindlichen Gletscher transportierte. Als wir uns dann auf den R\u00fcckweg machten, begannen wir den Besuchermassen entgegen zu laufen und jeder zweite fragte uns, wie lange es noch bis zum Ziel sei. Nach hunderten von Leuten, waren wir dann endlich froh, als wir wieder einen freien weg hatten und unsere Ruhe genie\u00dfen konnten. Auch der Wasserfall unterhalb des Sees war nun deutlich voller als am Morgen. Die Sonne leistete also gute Arbeit. Beim Auto angekommen, sollen wir unser Ticket zeigen, was wir selbstverst\u00e4ndlich nicht haben. Wir werden ermahnt und das war&#8217;s. Wir fahren wieder die gesamte Strecke, die wir gestern nach oben gefahren sind herunter und dann verabschieden wir uns. Saulo hat entschieden doch noch ein paar Gipfel von Huaraz aus zu besteigen. Also geht es f\u00fcr mich doch wieder allein weiter. Ich brauche nicht lange auf der Ruta 3N zu fahren und die Stra\u00dfe f\u00fchrt mich in eine Schlucht, den Ca\u00f1on del Pato. Zun\u00e4chst steht ein riesengro\u00dfes Schild mit einer Warnung da und dann ein Schild, dass man hupen soll. Die Stra\u00dfe ist nur eine Fahrspur breit und wechselt zwischen Asphalt mit extrem tiefen Schlagl\u00f6chern und Schotterpiste. Als dann die ersten Autos um die Ecke kommen, begreife ich, warum man hupen soll. Als ich durch einen einspurigen Tunnel fahren muss, veranstalte ich aber sowas von ein Hupkonzert, dass mich auch die n\u00e4chsten 50 Tunnel weiter jeder h\u00f6rem kann und vorsichtig f\u00e4hrt. Die Stra\u00dfe ist trotzdem der Hammer. Es ist mit Abstand die abenteuerlichste und sch\u00f6nste Stra\u00dfe, die ich bisher gefahren bin. Aus diesem Grund, gibt es heute mal wieder 2 Fotos des Tages. Nach 2 Stunden auf dieser Stra\u00dfe muss ich mich dann wieder ein paar Serpentinen hichqu\u00e4len. Wieder ist die Stra\u00dfe nur eine Fahrspur breit und von Schlagl\u00f6chern nur so gezeichnet. Wenn man ehrlich ist, besteht die Stra\u00dfe aus mehr Schlagloch, als aus Asphalt. Ich bin das erste Mal etwas nerv\u00f6s. Das kenne ich von mir beim Autofahren nicht. Aber ich kann meinen Blick nicht 1 Sekunde lang abwenden, dann spielt sich in meinem inneren Auge eine Geschichte ab, dass ich den Hang herunter falle, der manchmal nur 2 cm entfernt ist. Ich muss der br\u00f6ckeligen Stra\u00dfe vertrauen. Wenn sie die LKWs tr\u00e4gt, so wird sie auch mich tragen. Ich denke die neue &#8220;gef\u00e4hrlichste Stra\u00dfe der Welt&#8221; ist nun nicht mehr in Bolivien, sondern exakt hier. Und dann in der n\u00e4chsten Kurve ist die Stra\u00dfe nur noch Sand. Die Serpentine nach oben. Ich habe kein Allrad drin und keine Zeit oder Kraft es in diesen Gegebenheiten zu wechseln, also st\u00fcrze ich mich rein. Ich schwimme etwas umher, gleite Richtung Abgrund, lenke ein und bin gottseidank die Serpentine hochgekommen. Zeit zum H\u00e4nde \u00fcber dem Kopf zusammenschlagen bleibt nicht. Aber es ist langsam Zeit irgendwo anzukommen, also noch kurz konzentr und dann bin ich bei der Laguna turquesa nahe La Pampa. Ich hoffe einfach, dass das kein schlechtes Omen ist. Ich genie\u00dfe den ruhigen Abend hier oben in den Bergen. Heute ist Vollmond und er ist so hell, dass er mich blendet. Ich kann erkennen, wo mein Wasser in der Flasche steht. Ich kann hier drau\u00dfen alles ohne Licht erledigen. Ich habe einen so klaren Schatten, als w\u00fcrde die Sonne scheinen und zum allerersten Mal kann ich entspannt drau\u00dfen sitzen, nachdem die Sonne untergegangen ist, ohne fest zu frieren. Ich bleibe also noch etwas sitzen, genie\u00dfe die Ruhe und tr\u00e4ume schon mal vom morgigen Tag.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112847-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1658\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112847-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112847-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112847-1-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112847-1-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112847-1-600x800.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000112847-1-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer erstaunlich warmen Nacht in 3900 Metern H\u00f6he machten wir uns noch vor halb acht auf den Weg zur Laguna 69. 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