{"id":1627,"date":"2024-08-10T17:25:48","date_gmt":"2024-08-10T15:25:48","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1627"},"modified":"2024-08-24T05:50:14","modified_gmt":"2024-08-24T03:50:14","slug":"szenen-wie-aus-dem-bilderbuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/08\/10\/szenen-wie-aus-dem-bilderbuch\/","title":{"rendered":"Szenen wie aus dem Bilderbuch"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000110426-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1628\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000110426-768x1024.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000110426-225x300.jpg 225w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000110426-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000110426-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000110426-600x800.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000110426-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Gestern habe ich mich mit Michelle aus Kanada zu unserer heutigen Wanderung verabredet. Sie kommt also Punkt 8 genau da an, wo ich in den Bergen \u00fcbernachtet habe und von dort aus starten wir Richtung Laguna Llaca. Der Weg ist heute weniger steil als gestern und trotzdem sind wir am Slow-Motion-Wandern. Der Sauerstoff reicht einfach nicht aus und dabei sind wir nur bei 4000 H\u00f6henmetern unterwegs. In 9 km machen wir 1000 H\u00f6henmeter. Zun\u00e4chst geht es \u00fcber eine Art Steppenlandschaft bevor wir den Nationalparkeintritt l\u00f6hnen m\u00fcssen, 30 peruanische Soles pro Person. Wir geben einen 100er-Schein hin und erwarten 40 Soles R\u00fcckgeld, bekommen aber 90 Soles zur\u00fcck. Ich frage zweimal nach. Der alte Mann l\u00e4chelt nur versch\u00e4mt und bedankt sich. Ich f\u00fcr meinen Teil bedanke mich f\u00fcr den Nachlass, wieso auch immer und bin ganz schnell fort. Nun f\u00fchrt uns der Weg in ein schmales Tal von steilen Felsw\u00e4nden umgeben. Wir kreuzen ein paar Mal die Schotterpiste, denn man kann auch mit dem Auto zur Lagune fahren, aber wir denken uns, der Weg ist das Ziel und so genie\u00dfen wir unsere Atemlosigkeit, das Schwindelgef\u00fchl, dass sich langsam, aber sicher wieder einstellt und vor allem aber die Aussichten. Das Tal ist von einem Fluss aus dem Gletschersee gespeist sch\u00f6n gr\u00fcn. Wir treffen auf ein paar frei lebende K\u00fche und Pferde und gehen immer recht entspannt am Fluss entlang Richtung Gletscher, den wir schon seit Anfang an sehen k\u00f6nnen und somit unser schier unerreichbares Ziel immer vor Augen haben. Durch die vielen K\u00fche gibt es hier auch ordentlich viele Bremsen, die mir jede Sekunde ins Gesicht fliegen und mich wirklich wie eine Kuh f\u00fchlen lassen. Ich habe zwar seit 4 Tagen nicht mehr geduscht, aber Michelle versichert mir, dass ich nicht stinke. Das taffste St\u00fcck kommt zum Schluss, wir m\u00fcssen uns fast senkrecht 200 Meter Serpentinen heraufqu\u00e4len. Das einzig Gute: umso h\u00f6her wir kommen, umso frischer wird es und umso weniger Bremsen gibt es. Wir halten super gut durch, aber sind unendlich froh, als wir nach 6 Stunden endlich oben angekommen sind. Wir legen uns hin, st\u00e4rken uns und w\u00e4hrend Michelle ihr Mittagsschl\u00e4fchen h\u00e4lt, bestaune ich die majest\u00e4tisch anmutende Natur. Der t\u00fcrkistr\u00fcbe See umgeben von Bergen und im Hintergrund der riesige Gletscher, der einst das Tal formte, in dem wir soeben langspaziert sind. Ich komme mir so klein und unbedeutend vor. Dieser Ort ist magisch und es  kommt mir fast vor, als w\u00fcrde ich durch einen Schwarz-Wei\u00df-Filter schauen. Ein paar Stretch-\u00dcbungen und es kann zur\u00fcck gehen. Als wir um einen H\u00fcgel zum Refugio kommen, sehen wir das erste Mal am heutigen Tage andere Touristen. Wir wundern uns, dass sie nicht am See sind und die Aussicht genie\u00dfen. Eine peruanische Familie, die hier zelten will, versucht Freundschaft mit einem Bullen zu schlie\u00dfen und die anderen Zelte sind verlassen. Als ich meinen Blick schweifen lasse, entdecke ich alle anderen hoch oben an der Felswand, alle samt Kletterer. Den R\u00fcckweg gehen wir nun ein St\u00fcck entlang der Stra\u00dfe, da diese weniger steil ist und wir schaffen es ohne auch nur eine Pause in 2 Stunden zur\u00fcck zum Auto. Michelle stirbt halb auf der Fahrt nach unten, aber ich f\u00fchle mich auf diesen Stra\u00dfen mittlerweile pudelwohl. Wir fahren mitten in ein kleines Stra\u00dfenfest hinein, genie\u00dfen es kurz, bevor wir unsere hei\u00df ersehnte Dusche genie\u00dfen und danach noch mit Saulo aus Brasilien, den wir auch gestern kennen gelernt haben, Abendessen gehen. Der Weg zur\u00fcck zum Hostel in Huaraz ist eine super Abschlusswanderung und lockert nochmal die m\u00fcden Beine. Heute schlafe ich also ganz gem\u00fctlich im Hostelbettchen ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern habe ich mich mit Michelle aus Kanada zu unserer heutigen Wanderung verabredet. Sie kommt also Punkt 8 genau da an, wo ich in den Bergen \u00fcbernachtet habe und von dort aus starten wir Richtung Laguna Llaca. Der Weg ist heute weniger steil als gestern und trotzdem sind wir am Slow-Motion-Wandern. 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