{"id":1620,"date":"2024-08-08T20:21:00","date_gmt":"2024-08-08T18:21:00","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1620"},"modified":"2024-08-24T03:04:19","modified_gmt":"2024-08-24T01:04:19","slug":"im-land-der-sonne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/08\/08\/im-land-der-sonne\/","title":{"rendered":"Im Land der Sonne"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000109357-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1622\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000109357-768x1024.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000109357-225x300.jpg 225w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000109357-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000109357-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000109357-600x800.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1000109357-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das erste Mal auf meiner Reise bin ich heute aufgewacht und drau\u00dfen war exakt die gleiche Temperatur wie im Auto, sehr angenehm also. Als dann noch Vogelgezwitscher und das Tropfen der vom Nebel nassen Bl\u00e4tter hinzu kam, war ich vollends zufrieden. Ich habe ja im Nationalpark Lomas de Lachay geschlafen, also musste ich hier erstmal wieder heraus fahren. Als ich dann zum Eingang kam und 2 verschlossenen Tore sah, ahnte ich nichts Gutes. Bei n\u00e4herem Hinsehen jedoch stellte sich heraus, dass sie nicht verschlossen waren. Mein Gl\u00fcck. Dann brachte mich die Panamericana Route durch wieder einmal viel zu dichten Nebel etwas nordw\u00e4rts und sowie ich in ein anderes Tal abbog, l\u00f6ste sich dieser in Wohlgefallen auf. Ich bin auf dem Grund und Boden der &#8220;Tierra del Sol&#8221;, im Land der Sonne, da kann man schon mal mit ein wenig Sonne rechnen. Und tats\u00e4chlich gab sie heute alles. Nicht nur ich genie\u00dfe nach den letzten Schlechtwettertagen endlich mal wieder die Sonne, sondern auch ein pr\u00e4chtiger Pfau auf einem Traktor. Chilli&#8217;s f\u00e4rben die Berge in unterschiedliche Rott\u00f6ne. Von weitem sch\u00f6n anzusehen, als ich es aber genauer zu Gesicht bekam, lag dazwischen ein Haufen M\u00fcll. Die Arbeiter breiten die Chillis zum Trocknen aus und von ihnen und der Hauptverkehrsstra\u00dfe, die sich teilweise keine 2 Meter entfernt befindet, landen Plastikflaschen, kaputte Autoreifen, Taschent\u00fccher &amp; Co. mittendrin. Ich habe mir die Frage gestellt, ob wir Plastik in unserem Chillipulver haben oder ob jede Chilli nach dem Trocknungsprozess wieder seperat aufgelesen wird. Naja egal. Wenn es nicht Chillis sind, die hier angebaut werden, so sind es Wassermelonen, Bananen, Papayas, Chirimoya oder der typische peruanische Mais, den es zu jeder Mahlzeit als Snack oder Garnitur dazu gibt. Peruanischer Mais ist im Korn viel gr\u00f6\u00dfer, kann anger\u00f6stet werden und wird nicht zu Popcorn. Ein wenig Salz dazu und man hat einen perfekten Snack. Ab jetzt k\u00e4mpfe ich mich wieder die Berge hinauf. Von 188 H\u00f6henmetern auf 3800. Ein paar Mal haut es mich ordentlich in riesige Schlagl\u00f6cher hinein. Sie sind so gro\u00df, dass ein paar M\u00e4nner darin ihren Business gefunden haben. Sie schaufeln Dreck vom Stra\u00dfenrand in die L\u00f6cher und jedes Mal, wenn ein Auto an ihnen vor\u00fcber f\u00e4hrt, man bemerke sie arbeiten mitten auf der Stra\u00dfe ohne jegliche Absperrung, schwingen sie ihren Helm und wollen Trinkgeld von den Fahrern haben. Meine Reifen halten gottseidank, auch wenn ich ein paar Mal besorgt nachgeschaut habe. Und dann werde ich herangewunken. Eine Familie ist mit ihrem K\u00e4fer liegengeblieben. Ich steige aus und bin froh, dass es mich das erste Mal nicht trifft und ich endlich auch mal helfen kann. Gottseidank haben sie ein Ersatzrad mit. Ich habe den Wagenheber und meinen Kompressor f\u00fcr den komplett leeren Reifen. Als alles repariert ist, verabschieden wir uns kurz, aber herzlich und jeder tritt wieder seine Reise an. So langsam habe ich richtig Hunger. Da das Essen in Peru so unglaublich lecker und g\u00fcnstig ist, g\u00f6nne ich mir im Gegensatz zu den anderen bisherigen L\u00e4ndern ein Men\u00fc. \u00dcberall stehen die Schilder drau\u00dfen, aber ich kann mich nur schwer entscheiden. Ich will nicht die einzige sein. Es sind keine wirklichen Restaurants. Man f\u00fchlt sich eher, als s\u00e4\u00dfe man auf dem nicht vorhandenen Bordstein vor dem Haus und die Oma kocht f\u00fcr einen. Der Opi bedient mit Herzblut. F\u00fcr 3 Euro habe ich heute eine riesen Sch\u00fcssel H\u00fchnersuppe bekommen. Den Hauptgang kann man dann meist zwischen 5-10 verschiedenen Gerichten ausw\u00e4hlen. Und ein selbstgemachtes Erfrischungsgetr\u00e4nk gab es auch noch dazu, 800 ml Chicha. Voll gefuttert fahre ich herunter an den Fluss und haue mich kurz aufs Ohr. Ein Sch\u00e4fer kommt vorbei und schaut nach mir, ob alles in Ordnung ist. Die Leute sind immer wieder verbl\u00fcfft, wenn sie mitbekommen, dass ich allein reise. Danach geht es nur noch nach Huaraz und ich suche mir abermals am Fluss mein Pl\u00e4tzchen f\u00fcr die heutige Nacht. Hoffen wir mal, dass ich diesmal nicht h\u00f6henkrank werde. Mein H\u00f6henmesser im Auto zeigt 3300 hm an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste Mal auf meiner Reise bin ich heute aufgewacht und drau\u00dfen war exakt die gleiche Temperatur wie im Auto, sehr angenehm also. Als dann noch Vogelgezwitscher und das Tropfen der vom Nebel nassen Bl\u00e4tter hinzu kam, war ich vollends zufrieden. 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