{"id":1432,"date":"2024-07-08T14:25:46","date_gmt":"2024-07-08T12:25:46","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1432"},"modified":"2024-07-08T18:33:25","modified_gmt":"2024-07-08T16:33:25","slug":"amazonas-tag-2-vollig-ungewohnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/07\/08\/amazonas-tag-2-vollig-ungewohnt\/","title":{"rendered":"Amazonas Tag 2 &#8211; V\u00f6llig ungewohnt"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/pxl_20240707_15354749522653508668825524683-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1431\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/pxl_20240707_15354749522653508668825524683-768x1024.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/pxl_20240707_15354749522653508668825524683-225x300.jpg 225w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/pxl_20240707_15354749522653508668825524683-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/pxl_20240707_15354749522653508668825524683-600x800.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/pxl_20240707_15354749522653508668825524683.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Heute geht es mitten rein in den Dschungel. Allerdings mit dem Boot. Wir stellen den Motor ab und paddeln von nun an nur noch per Hand weiter. Wir sind auf der Suche nach etwas Wild. Zwischen den gefluteten B\u00e4umen schl\u00e4ngeln wir uns hindurch, immer den Blick nach oben gerichtet. Nach der Regenzeit ist der Wasserstand 20 Meter h\u00f6her als sonst. Deshalb haben die Tiere jetzt Zeit f\u00fcr andere Dinge, da sie sich nicht um ihren nat\u00fcrlichen Feind den Jaguar k\u00fcmmern m\u00fcssen. Wir suchen also die Baumkronen ab und finden schon bald 2 Faultiere die sich ungelogen in Zeitlupentempo die Baumkrone herauf arbeiten. Die Affen sind da schon etwas einfacher zu entdecken, da sie das gesamte Bl\u00e4tterdach in Bewegung setzen, wenn sie von Ast zu Ast h\u00fcpfen. Als wir an einem der 5 indigenen St\u00e4mme der Region vorbeikommen, legen wir an. Jeder Stamm spricht eine andere Sprache. Hier wird Tuc\u00e1n gesprochen, was eine sehr einfache Sprache sein soll. Wir lernen ein Wort, was mehrere Bedeutungen hat: &#8220;Anhu&#8221; &#8211; &#8220;Anju&#8221; ausgesprochen. Sie haben die gleiche schreibweise wie portugiesisch, da sie von diesen Leuten, das Schreiben gelernt haben. Anhu &#8211; hallo, anhu &#8211; Sch\u00f6n dich kennenzulernen und Anhu &#8211; vielen Dank! Um uns ihre Kultur etwas n\u00e4her zu bringen, zeigen sie uns eine Kurzversion ihres j\u00e4hrlichen 24-stunden Rituals, wenn alle St\u00e4mme zusammenkommen, gesungen und getanzt wird und am Ende die Instrumente getauscht werden. Erst wenn man ein Instrument spielen kann und Spa\u00df an der Musik hat, ist man erwachsen. Das ist mal eine Skala, die mir gef\u00e4llt. Uns werden die verschiedenen Instrumente vorgef\u00fchrt und am Ende werden wir zum Tanz aufgefordert. Im Grunde ist es ein reiner Marschtanz, macht aber trotzdem Spa\u00df und da jeder jeden anf\u00e4sst, sind wir die ganze Zeit miteinander verbunden, was das Gemeinschaftsgef\u00fchl st\u00e4rkt. Danach geht es noch in die K\u00fcche und wir d\u00fcrfen uns durch alles durchprobieren. BEI den ger\u00f6steten Termiten habe ich absolut keine Ber\u00fchrungs\u00e4ngste. Sie schmecken fast neutral. Wo es mich sch\u00fcttelt, ist ein Gef\u00e4\u00df mit Palmschrot. Unser Guide greift herein und w\u00fchlt nach irgendetwas. Pl\u00f6tzlich freut er sich und zieht etwas heraus. Als er seine Hand \u00f6ffnet, falle ich etwas vom Glauben ab. Ein riesiger Palmwurm, lebend. Sie ern\u00e4hren sich von Palmen und fressen sie quasi von innen auf. Ein M\u00e4del aus S\u00fcdkorea will direkt probieren. Allein von diesem Anblick bekomme ich G\u00e4nsehaut. Wir finden eine zweite und diesmal ist es eine Franz\u00f6sin, die Kosten m\u00f6chte. Alle W\u00fcrmer scheinen aufgegessen und wir widmen uns dem Tapiokabrot und den Gem\u00fcsen, als pl\u00f6tzlich jemand sagt, dass es doch noch einen Wurm gibt. Fragt mich bitte nicht, was mich geritten hat, aber aus irgendeinem Grund habe ich ganz laut &#8220;hier&#8221; gerufen. Schon beim Anblick denke ich mir, was tue ich hier eigentlich, naja die Neugierde siegt dann doch, ich schalte mein Gehirn aus, greife den Wurm am Kopf, \u00f6ffne den Mund und stecke das sich bewegende Tier hinein. Die Haut ist etwas schwer durchzubei\u00dfen aber es macht sich alles irgendwie. Es ist nicht komplett ekelhaft, es ist aber auch nicht lecker, wie die anderen beiden vorher gemeint haben. Ich wei\u00df nicht, ob mir aufgrund der ungew\u00f6hnlichen Nahrung oder wegen der Vorstellung, einen sich bewegenden Wurm in mir zu haben, leicht \u00fcbel ist, aber das Mittagessen danach regelt gottseidank alles wieder. Wir finden eine Tarantel und ich m\u00f6chte sie direkt auf den Arm nehmen. Alle anderen schauen mich mit gro\u00dfen Augen an, aber die meisten \u00fcberwinden sich am Ende doch noch und bemerken, dass sie wirklich extrem weich ist und es nichts gibt, wovor man Angst haben braucht. Nach dem Mittag geht es angeln. Wir bekommen ein St\u00fcck Bambus in die Hand gedr\u00fcckt, wo eine Angelsehne und ein Haken dran h\u00e4ngen und wir best\u00fccken das ganze mit H\u00fchnchen. Ein wenig Geduld und\u00a0\u00a0 wir haben den ersten Bissen. Am Ende ziehe ich 2 von 4 Piranhas heraus. Wir fahren z\u00fcruck auf das offene Wasser und haben f\u00fcr alle, die sich trauen ein Bad im Sonnenuntergang. Sobald es dunkel ist, suchen wir mit Taschenlampen das Ufer ab und werden schon bald f\u00fcndig. Ein Griff ins Wasser und wir holen ein Krokodil heraus. Ein 3 Wochen altes, kleines s\u00fc\u00dfes Ding. Ich erkl\u00e4re den anderen, wie sie es zu halten haben und setze es wieder ins Wasser. Ich schmelze als es davon schwimmt, das ist das putzigste, was ich in langer Zeit gesehen habe. Ein zweiter Griff ins Wasser und es ist ein etwas gr\u00f6\u00dferes, 4 Jahre alt. Jetzt sind alle noch \u00e4ngstlicher, als vorher. Ich bekomme es direkt in die Hand gedr\u00fcckt. Wow, ist das h\u00fcbsch. Ein paar kann ich \u00fcberzeugen und ich bekomme von hinten gesagt, dass ich hier anfangen k\u00f6nnte zu arbeiten. Als sich keiner traut, es frei zu lassen, \u00fcbernehme ich das nat\u00fcrlich gern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/img-20240707-wa01362234340133412330780-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1430\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/img-20240707-wa01362234340133412330780-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/img-20240707-wa01362234340133412330780-300x225.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/img-20240707-wa01362234340133412330780-768x576.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/img-20240707-wa01362234340133412330780-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/img-20240707-wa01362234340133412330780-600x450.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/img-20240707-wa01362234340133412330780.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute geht es mitten rein in den Dschungel. 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