{"id":1241,"date":"2024-06-04T01:23:38","date_gmt":"2024-06-03T23:23:38","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1241"},"modified":"2024-06-04T01:46:39","modified_gmt":"2024-06-03T23:46:39","slug":"austausch-von-gluck-austausch-von-energien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/06\/04\/austausch-von-gluck-austausch-von-energien\/","title":{"rendered":"Austausch von Gl\u00fcck &#8211; Austausch von Energien"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/pxl_20240603_2112023554235012042535536106-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1240\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/pxl_20240603_2112023554235012042535536106-768x1024.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/pxl_20240603_2112023554235012042535536106-225x300.jpg 225w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/pxl_20240603_2112023554235012042535536106-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/pxl_20240603_2112023554235012042535536106-600x800.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/pxl_20240603_2112023554235012042535536106.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Sonne geht \u00fcber dem Titicaca-See auf, die Wellen schlagen sanft gegen das raschelnde Schilf und die V\u00f6gel zwitschern fr\u00f6hlich vor sich hin. Das Dorf wacht langsam auf und die ersten Dorfbewohner sind schon unterwegs, um die Fischernetze einzuholen oder die Schafe und K\u00fche heraus zu treiben. Mit genau diesem Bild bin ich heute sanft aufgewacht. Das Auto springt auch sofort an, da es w\u00e4rmer ist und schon bin ich unterwegs. Ein Schild wei\u00dft mich auf eine arch\u00e4ologische St\u00e4tte hin &#8220;Willka Uta&#8221;, Blinker links und schon bin ich bei meinem ersten Stop. Es ist eine Inkast\u00e4tte und neben mir sind zu so fr\u00fcher Stunde noch 2 spanisch sprechende Touristen vor Ort und 2 Englisch sprechende. Die St\u00e4tte ist eine Art Portal in den Fels gehauen. Als ich den Englisch sprechenden Leuten n\u00e4her komme, sagt die Frau: &#8220;Ich kann das nicht mit den Touristen.&#8221; Ich bin erstmal etwas \u00fcberrascht. Sie fragt mich, ob ich 5 Minuten warten k\u00f6nnte. Kein Problem, mit etwas Abstand sehe ich mir das Ganze an. Der Spanisch sprechende F\u00fchrer erkl\u00e4rt derweil, dass hier oft Leute zum Meditieren herkommen, da das Portal extrem viel Energie hat, vor allem bei psychischen Erkrankungen soll es super helfen. Und genau das beobachte ich gerade. Im Portal sitzt ein Mann mit verbundenen Augen, er sa\u00df da wohl die ganze Nacht und redet mit der Frau gegen\u00fcber, die ihn in gewisser Weise f\u00fchrt. Sie redet jedoch nicht mit ihm, sondern mit einer weiblichen Person in seinem K\u00f6rper. Ich tippe mal darauf, dass dieser Mann an Schizophrenie leidet und versucht hier geheilt zu werden. Ich steige noch etwas weiter auf und finde ein Felsfenster, setze mich hinein, lasse die Beine am Abgrund baumeln und genie\u00dfe die Aussicht auf die anderen Felsen und entdecke meinen Schatten auf einem gegen\u00fcberliegenden Fels, da die Sonne noch recht tief steht. Das ergibt ein super Bild. Ich fahre weiter und schon sehe ich die n\u00e4chste arch\u00e4ologische St\u00e4tte &#8220;Inca Uyo&#8221;. Wieder Blinker links und f\u00fcr 6 Soles darf ich mir das Ganze anschauen. Ich habe super Gl\u00fcck, dass gerade eine Reisegruppe aus Lima hier ist und der Reisef\u00fchrer eine einst\u00fcndige Erkl\u00e4rung gibt, zu einer St\u00e4tte, in der ich sonst 3 Minuten gewesen w\u00e4re, ein paar Fotos gemacht h\u00e4tte und wieder weg gewesen w\u00e4re. So ist es nat\u00fcrlich besser. Auch diese St\u00e4tte ist von den Inkas und auf den ersten Blick f\u00e4llt auf, worum es geht. Das m\u00e4nnliche Geschlecht. Auf 300m\u00b2 stehen \u00fcberall Steinpenisse, in unterschiedlichen Gr\u00f6\u00dfen und Formen, dass sich ja keiner diskriminiert f\u00fchlt. In der Mitte ein ganz gro\u00dfer Penis, besch\u00fctzt von Pachamama. Wir erinnern uns, Pachamama ist Mutter Erde. Die ganzen Erkl\u00e4rungen spare ich mir jetzt mal. Es ging sehr viel um die Eigenschaften einer Frau und die des Mannes und weshalb die Zwei- bzw. Dreifaltigkeit in der Kultur so wichtig war\/ist. Am Ende machen wir noch unm\u00f6gliche Fotos mit dem Riesenpenis und unsere Wege trennen sich wieder. Mein n\u00e4chstes Ziel ist Puno. Direkt am Titicaca-See gelegen, hat es einen Minihafen f\u00fcr Boote, die zu den vorgelagerten treibenden Inseln fahren. Mir wird ein super Preis vorgeschlagen, den ich noch kurz verhandelt habe und schon f\u00e4hrt mich Olympia mit dem Motorboot zu ihrer Insel Uros. Ich darf mich mit dem &#8220;Insel-Chef&#8221; Unterhalten und bin super neugierig und frage ihn L\u00f6cher in den Bauch. Es gibt 98 Inseln, die aus Schilf erbaut sind und alle 2 Wochen muss man eine neue gr\u00fcne Schilf-Schicht nachlegen. \u00dcber Wasser sieht man circa einen halben Meter und unter Wasser sind es in etwa 3-5 Meter. Jedes Mal wenn ein Boot vorbeif\u00e4hrt, kann ich sp\u00fcren, wie die Insel wackelt und sie tats\u00e4chlich nur schwimmt. Auf dieser Insel leben 5 Familien und im gesamten Verband gibt es 2000 Menschen, 2 Grundschulen, 1 Fu\u00dfballplatz, 1 Volleyballfeld, 1 Restaurant, 1 Kirche, aber kein Basketballfeld scherzt er herum. Der Ball w\u00fcrde einfach nicht vom Boden abprallen. Macht ja auch Sinn. Ich bekomme mit, dass die Inselbewohner untereinander eine andere Sprache sprechen und frage nach, welche es ist. Sie nennt sich Ajmara und ich lerne meinen ersten und vermutlich auch einzigen Satz in Ajmara: &#8220;Kami saraki?&#8221; &#8211; &#8220;Hallo, wie geht&#8217;s?&#8221;. Die Leute sind begeistert von meinem Interesse und geben mir ihre Kleidung, damit ich darin ein Erinnerungsfoto machen kann. Es wird kein Trinkgeld f\u00fcr die Erkl\u00e4rungen verlangt, ich soll lediglich etwas von ihren handgefertigten Souveniren kaufen. Witzige Strategie. Aber das mache ich gern, solange es kein Schnickschnack ist. Pl\u00f6tzlich legt ein gr\u00f6\u00dferes Touri-Schiff an. Die Insel wackelt ordentlich. Olympia fragt mich, ob ich zum Restaurant m\u00f6chte und wieso nicht. Nur weg hier von den Massen. Hier kann ich guten Gewissens Fisch essen und wei\u00df hundert Prozent, dass er von hier stammt. Super lecker. Olympia zeigt mir nun noch den Rest der Insel-Gemeinschaft mit allem, was dazu geh\u00f6rt und ich bin sehr froh, dass wir ein langsames Motorb\u00f6tchen haben und allein sind, so kann ich die Zeit auf dem Titicaca-See besser genie\u00dfen. Keiner der mich st\u00f6rt. Auf dem R\u00fcckweg begegnen wir in den schmalen Gassen aus Schilf noch den Booten, die frisches Schilf bringen und sehen V\u00f6gel, bei denen Olympia meint, dass sie diese V\u00f6gel essen und sie wie H\u00e4hnchen schmecken w\u00fcrden. Mit festem Boden unter den F\u00fc\u00dfen bedanke ich mich f\u00fcr die klasse Privattour und steige wieder ins Auto. Ich fahre zur Capachica-Halbinsel in der Hoffnung, hier einen Schlafplatz zu finden. Es stellt sich allerdings als sehr schwer heraus, da links und rechts der Stra\u00dfe keine Feldwege abzweigen und ein Grundst\u00fcck an das n\u00e4chste grenzt und selbst alle Feldgrenzen fein s\u00e4uberlich mit Feldsteinen abgegrenzt sind. Bereuen tue ich es allerdings nicht, hierher gefahren zu sein. Biesti leistet super Arbeit in den letzten Kilometern und ich habe eine spektakul\u00e4re Aussicht auf den gesamten See. Au\u00dferdem hat diese Kommune hier einen besonders spannenden Kopfschmuck, wie ich schon auf dem Hinweg gesehen habe. Auf dem R\u00fcckweg komme ich dann an Lucia vorbei und sie ist so lieb und l\u00e4sst sich von mir fotografieren. Ich habe heute so viele spannende Bilder gemacht, aber dieses ist bei weitem das einzigartigste, dachte ich mir.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sonne geht \u00fcber dem Titicaca-See auf, die Wellen schlagen sanft gegen das raschelnde Schilf und die V\u00f6gel zwitschern fr\u00f6hlich vor sich hin. Das Dorf wacht langsam auf und die ersten Dorfbewohner sind schon unterwegs, um die Fischernetze einzuholen oder die Schafe und K\u00fche heraus zu treiben. 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