{"id":1215,"date":"2024-05-31T00:37:44","date_gmt":"2024-05-30T22:37:44","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1215"},"modified":"2024-05-31T00:50:57","modified_gmt":"2024-05-30T22:50:57","slug":"paciencia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/05\/31\/paciencia\/","title":{"rendered":"Wheely bad"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240530_15102708828986998281071375253-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1214\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240530_15102708828986998281071375253-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240530_15102708828986998281071375253-300x225.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240530_15102708828986998281071375253-768x576.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240530_15102708828986998281071375253-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240530_15102708828986998281071375253-600x450.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240530_15102708828986998281071375253.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Geduld, das lerne ich auf dieser Reise am meisten. Nicht nur ich fand es heute Morgen bei -12\u00b0C zu kalt, sondern auch das Biest. Sie wollte einfach nicht anspringen. Wer kann es ihr \u00fcbel nehmen. W\u00e4re mein Blut gefroren, k\u00f6nnte ich auch nicht mehr laufen. Also warte ich auf w\u00e4rmeres Wetter. Gottseidank steht das Auto so, dass die Sonnenseite auch die windgesch\u00fctzte Seite ist. So kann wenigstens ich mich etwas &#8220;w\u00e4rmen&#8221;. An der Batterie liegt es nicht, auch die Sicherungen sitzen fest und der K\u00fchlwasser- und \u00d6lstand stimmen. Also weiter warten. Gut, dass ich Empfang habe, hier mitten in der Uyuni Salzw\u00fcste, so kann ich mir etwas Rat holen und mich ablenken. Beim Durchforsten meiner Reise-Challenges f\u00e4llt mir auf, dass ich den Gro\u00dfteil schon gemacht habe, ohne die Karte vorher gelesen zu haben. Deshalb habe ich heute Morgen die Reise-Challenges ein wenig zugespamt. 3 Stunden warte ich mitten im Nirgendwo und die Temperaturen steigen von -12\u00b0C auf 11\u00b0C als mein Biesti endlich anspringt. Jetzt nur schnell raus aus der Salar und eine Waschanlage suchen. Denkste. Dort, wo ich rauskomme, schauen sie mich an, wie ein Brot. Ich glaube ich war der erste Tourist, den diese Menschen gesehen haben. Ich frage nach einer Waschanlage und nach der Richtung f\u00fcr die Ruta 1. Sie schauen sich gegenseitig an und lachen verlegen. Bin ich froh, dass ich vorher die Karte heruntergeladen habe. Google Maps f\u00fchrt mich \u00fcber eine &#8220;Stra\u00dfe&#8221;, die asphaltiert sein soll, aber den Asphalt suche ich hier vergebens. Ich bin stolz auf mein Biest und werde sp\u00e4testens in diesem Moment zum Sheikh. Den losen Sand mit riesigen L\u00f6chern und Steinen im Weg betitelt Google als gro\u00dfe Stra\u00dfe. Ich werd&#8217; nicht fertig. Das Biest leistet gute Arbeit. Jetzt erschlie\u00dft sich mir auch, weshalb in Bolivien so viele Gel\u00e4ndew\u00e4gen herumfahren. Sehns\u00fcchtig schaue ich auf die Karte, wann die n\u00e4chste Stra\u00dfe kommt. Das einzig Gute an diesem Weg ist, dass man eine super Aussicht auf die Salar auf der einen Seite und den farbenfrohen Vulkan auf der anderen Seite hat. Hier schie\u00dfe ich auch mein heutiges Foto des Tages. Noch ein paar Kilometer und ich hab&#8217;s geschafft. Denkste. Mir wird eine Stra\u00dfe angezeigt aber ich sehe lediglich alte Fahrspuren, die geradewegs in die n\u00e4chste Salzw\u00fcste f\u00fchren. Das Salz ist hier etwas weicher, als in der Salar de Uyuni, was mich etwas beunruhigt. Ich habe zu viele Gruselgeschichten geh\u00f6rt. Ich bleibe also immer brav auf dem Wirrwarr von anderen Fahrspuren, um nirgends einzubrechen. Nach 2 Stunden bin ich endlich auf asphaltierter Stra\u00dfe und nehme meinem Quoten-Hitchhiker mit. Er ist leider nicht all zu gespr\u00e4chig, aber wir haben das gleiche Ziel, Oruro. 3 Stunden Fahrt stehen vor uns. Die Stra\u00dfe ist das reinste Grauen. Weiche ich einem Schlagloch aus, fahre ich ins n\u00e4chste. Und verdammt sind die tief. Ich habe Angst, dass mir die Reifen reihenweise kaputt gehen, aber sie halten brav durch bis wir nach 1,5 Stunden in Huari, der ersten Stadt, ankommen. Ich fahre an die Tankstelle und da h\u00f6re ich das schleifende Ger\u00e4usch. Auch der Tankwart kommt zu mir und meint, ich habe einen Platten. Verdammt denke ich, aber gegen\u00fcber ist direkt eine Gomeria. Tanken kann ich nicht, da sie nur Bargeld nehmen. Die Gomeria hat geschlossen, also versuchen mein Hitchhiker Eliot (ich sch\u00e4tze ihn auf 75 Jahre) und ich unser Gl\u00fcck selbst. 2 Schrauben sind zu fest. Ich schlage Eliot vor, dass er mich verlassen kann und er dr\u00fcckt mir Bargeld in die Hand und ist auch schon weg. Ich versuche Autos und LKWs anzuhalten, aber irgendwie haben die Bolivianer gef\u00fchlt Angst vor mir oder sind bei weitem nicht so gastfreundlich wie die Argentinier. Nach gef\u00fchlt 100 Fahrzeugen h\u00e4lt endlich jemand an. Ich frage ihn, nach einem Schl\u00fcssel, aber seiner ist auch nicht besser als meiner. Er versucht die Gomeria anzurufen, aber der Mann, der ans Telefon geht, ist entweder sturzbesoffen oder ordentlich verkatert und meint, er \u00f6ffnet heute nicht mehr, soweit wir es verstanden haben. Wir lassen mein Auto also mitten auf der Stra\u00dfe stehen und machen uns auf die Suche nach einer anderen Gomeria. Ich bin sehr dankbar, Robert nun bei mir zu haben, der den Mann in der anderen Gomeria 10 Minuten lang \u00fcberzeugt, bis er mit uns mitkommt. Das Rad wird gewechselt und das andere repariert. Wir finden einen riesigen Nagel im kaputten Reifen. Da fahre ich 2 Tage Gel\u00e4nde und die Reifen halten durch und komme in die erste Stadt und fahre mir meinen 2. Platten auf dieser Reise. Ich bin schon sehr froh \u00fcber die europ\u00e4ische Sauberkeit, da passiert das nicht so schnell. Das Geld was mir Eliot f\u00fcr die Fahrt gegeben hat, reicht exakt um die Gomeria zu bezahlen. Naja, um ehrlich zu sein, hat es nicht gereicht, aber dem &#8220;Gomerist&#8221; hat es gereicht. Ich fahre nicht mehr all zu weit, da ich morgen direkt erstmal in eine Bank muss, um tanken zu k\u00f6nnen, also mache ich noch vor der n\u00e4chsten Stadt halt. Direkt neben einem alten Lehmh\u00e4uschen auf einem Feld mit Grasb\u00fcscheln, die wie UV so sch\u00f6n meinte, aussehen wie Kobolde.<\/p>\n\n\n\n<p>Heutige Wildtiersichtungen: tausende Lamas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geduld, das lerne ich auf dieser Reise am meisten. Nicht nur ich fand es heute Morgen bei -12\u00b0C zu kalt, sondern auch das Biest. Sie wollte einfach nicht anspringen. Wer kann es ihr \u00fcbel nehmen. 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