{"id":1161,"date":"2024-05-28T18:22:37","date_gmt":"2024-05-28T16:22:37","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1161"},"modified":"2024-05-29T02:33:38","modified_gmt":"2024-05-29T00:33:38","slug":"langer-umweg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/05\/28\/langer-umweg\/","title":{"rendered":"Langer Umweg"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240528_12113243428405030671384835628-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1160\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240528_12113243428405030671384835628-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240528_12113243428405030671384835628-300x225.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240528_12113243428405030671384835628-768x576.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240528_12113243428405030671384835628-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240528_12113243428405030671384835628-600x450.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240528_12113243428405030671384835628.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit dem Sonnenaufgang stand ich heute auf. Da ich von Bergen umgeben war, war er erst gegen 8 Uhr. Ich krabbel also auf meinen Fahrersitz und sehe, dass ich von Lamas umgeben bin. Irgendwie habe ich es gehofft, dass genau das passiert bei den Unmengen, die ich gestern hier gesehen habe. Als ich davon fahre, lassen sie sich kaum st\u00f6ren. Ich fahre die Berge nach unten, an den Salinas Grandes vorbei, wo wir das letzte Mal gewesen sind bis nach Purmamarca. Auf dem Weg schie\u00dfe ich das heutige Foto des Tages. Ab Purmamarca steht ein anderer Weg bevor, der Richtung Norden, Richtung Bolivien. Die Landschaft ist wundersch\u00f6n, aber ich kann es trotzdem nicht so ganz genie\u00dfen. Ich mache heute ordentlich Meilen, ich will nur noch nach Bolivien. Die Grenze ist sehr besch\u00e4ftigt, Unmengen an LKWs, Leute, die mit hunderten Eiern und anderen Sachg\u00fctern \u00fcber die Grenze kommen und mittendrin ich. Die Grenze besteht aus einem Containerkomplex und man muss als Privatreisender von Container zu Container gehen, um alle Stationen abzuklappern. 1. Station: Passkontrolle und Ausreise aus Argentinien, 2. Station: Passkontrolle und Einreise nach Bolivien, 3. Station: Aduana\/Zoll von Argentinien. Hier hatte ich die letzten Tage in Chile immer Probleme. Die Dame hier schaut mich nur genervt an, was ich hier wolle. &#8220;Ich habe ein Auto!&#8221; Sie erledigt also schnell den Papierkram und es hat sich. Letzte Station: Aduana\/Zoll von Bolivien. Hier ist eine ziemlich lange Schlange und irgendwie geht&#8217;s auch nicht wirklich voran. Nach 1 Stunde warten, bin ich endlich an der Reihe und man freut sich \u00fcber mein halbwegs gutes Spanisch. Auch wenn der Zollbeamte etwas \u00fcber meinen Fahrzeugschein flucht, da er nicht wei\u00df, wo was steht, ist die Laune super. Jetzt muss ich ihm das Biest nur noch vorf\u00fchren und darf weiter fahren. Der Zollbeamte von Argentinien will sich das Auto gar nicht anschauen, nachdem er erf\u00e4hrt, dass ich allein reise, aus Deutschland und \u00c4rztin bin. Die Fragen sind schon manchmal sehr willk\u00fcrlich. Um nun endlich nach Bolivien reinfahren zu k\u00f6nnen, soll ich noch 5 Bolivianos zahlen und ups, ich habe noch gar kein bolivianisches Bargeld. Die Wechselstuben haben sich hier aber einen perfekten Platz ausgesucht, da direkt 5 Meter weiter, die erste steht. Also schnell wechseln, bezahlen und ich bin endlich hier, in Bolivien. Mir gef\u00e4llt es. In den St\u00e4dtchen fahren Tuktuks wie in Asien und Afrika herum. Die Landschaft ist zun\u00e4chst nicht viel anders als im Norden Argentiniens, aber schon bald sehe ich die waldbedeckten Berge in der Ferne. Mein Herz schl\u00e4gt h\u00f6her. Wieder nehme ich jemanden mit, der vor eine Schule den Daumen heraus h\u00e4lt. Es ist Mario, der seit 35 Jahren an dieser Schule Chemie und Physik unterrichtet. Wir unterhalten uns gut. Er versucht mir etwas Quechua beizubringen, aber ich kann es mir einfach nicht merken. Er f\u00e4hrt jeden Morgen 7:30 zur und nachmittags 15:30 von der Schule nach Hause &#8211; per Anhalter. Bemerkenswert. Als wir in seinem Dorf Tupiza sind, bekomme ich eine kleine Privattour und liefere ihn schlie\u00dflich Zuhause ab. Als Dankesch\u00f6n bekomme ich Brot und selbstgemachte Chips. Ich freue mich riesig. Er erkl\u00e4rt mir noch den Weg zum Strand, wo ich heute mein Nachtlager aufschlage. Da es aber noch super sonnig und warm ist und ich von den Einheimischen inspiriert werde, wasche ich mich und meine W\u00e4sche im Fluss und h\u00e4nge sie \u00fcber die Autot\u00fcren zum Trocknen. Nach 1 Stunde ist alles trocken und ich genie\u00dfe den Sonnenuntergang, w\u00e4hrend die V\u00f6gel \u00fcber mir ihre Kreise ziehen und mir auf meine Brott\u00fcte sch&#8230; Ich sehe das Mal als gutes Zeichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heutige Wildtiersichtungen: extrem viele Lamas, ein paar Vicu\u00f1as und Guanakos, Esel (Sie wurden von den Spaniern vor langer Zeit eingef\u00fchrt. Esel sind keine einheimische Tierart), in Bolivien ausschlie\u00dflich Ziegen, daf\u00fcr aber sehr viele, 2 Kondore<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Sonnenaufgang stand ich heute auf. Da ich von Bergen umgeben war, war er erst gegen 8 Uhr. Ich krabbel also auf meinen Fahrersitz und sehe, dass ich von Lamas umgeben bin. Irgendwie habe ich es gehofft, dass genau das passiert bei den Unmengen, die ich gestern hier gesehen habe. 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