{"id":1135,"date":"2024-05-23T02:56:14","date_gmt":"2024-05-23T00:56:14","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1135"},"modified":"2024-05-23T05:12:54","modified_gmt":"2024-05-23T03:12:54","slug":"hotncold","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/05\/23\/hotncold\/","title":{"rendered":"Hot&#8217;n&#8217;cold"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240522_15094202428190613263335724494-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1134\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240522_15094202428190613263335724494-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240522_15094202428190613263335724494-300x225.jpg 300w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240522_15094202428190613263335724494-768x576.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240522_15094202428190613263335724494-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240522_15094202428190613263335724494-600x450.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240522_15094202428190613263335724494.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Drau\u00dfen geht gerade der Mond unter. Es ist super kalt. Es werden schnell Z\u00e4hne geputzt, gefr\u00fchst\u00fcckt und schon rollen wir in Talabre los. Wir haben noch 1-3 Stunden Fahrt vor uns. Alles unbefestigte Stra\u00dfe. Im Feldweg-Wirrwarr finden wir tats\u00e4chlich ohne jegliche Beschilderung ohne auch nur einmal umzudrehen den richtigen Weg. Als keine Fahrspur mehr erkennbar ist und die Schneefelder beginnen, wird das Allrad gebraucht. Eigentlich wollten wir heute wandern gehen, aber irgendwie ist bisher nur das Biest an der Reihe, sich den Berg hochzuqu\u00e4len. Ich merke erst wie steil es ist, als wir das Auto parken und bergabw\u00e4rts stehen. Alles was nicht befestigt ist, kommt von hinten geflogen. R\u00fcckw\u00e4rtsgang rein, Handbremse bis zum Anschlag und zur Sicherheit lege ich noch gro\u00dfe Steine vor die R\u00e4der. Wir haben insgesamt 2 Stunden zum Startpunkt gebraucht, sind also im perfekten Mittelma\u00df. Au\u00dferdem sind schon 4 weitere Allradfahrzeuge hier oben. Das sind die Leute, die zu viel Geld haben und die Tour f\u00fcr 130.000 Pesos mit Guide gebucht haben. Wir zahlen lediglich unseren Sprit und den Nationalparkeintritt von 10.000 Pesos. Uns wurde gesagt, dass der Weg gut markiert und die Stra\u00dfe dorthin gut beschildert ist. Beides traf absolut nicht zu, weshalb ich froh bin, dass wir die Autos gefunden haben. Ich kann die anderen Truppen schon oben am Berg ausmachen, sie weisen uns also gewisserma\u00dfen den Wanderweg. Als wir gerade 100 m aufgestiegen sind und UV st\u00e4ndig stehen bleiben muss, beschlie\u00dfen wir zusammen, dass sie heute unten bleibt, den Motor anschmei\u00dft und sich w\u00e4rmt und w\u00e4hrend einer hei\u00dfen Tasse Tee auf mich wartet. Ich gehe indes allein weiter. \u00dcberhole die erste Truppe, ziehe mir noch eine zus\u00e4tzliche Schicht Kleidung an, da der Wind ordentlich pfeift und es mit jedem H\u00f6henmeter k\u00e4lter wird. Auch die 2. Truppe \u00fcberhole ich, ich f\u00fchle mich heute super. Ich kann mein eigenes Tempo laufen. Der Wind wird so heftig, dass ich ab und zu stehen bleiben muss und abwarte, bis er nachl\u00e4sst, da er mir nicht nur Unmengen an Gestein ins Gesicht bl\u00e4st, sondern auch mich teilweise vom Weg. Mittlerweile wei\u00df ich nicht mehr, wo ich mit meinen H\u00e4nden hin soll, sie sind so kalt, dass sie weh tun. Ich bleibe deshalb ab und zu stehen, drehe dem Wind den R\u00fccken zu und w\u00e4rme so meine H\u00e4nde etwas, indem ich halb aus den Handschuhe herausschl\u00fcpfe und sie zu einer Faust balle. Wenn der Schmerz nachgelassen hat, gehe ich weiter und \u00fcberhole sogar noch die letzte Truppe. Ich \u00fcberquere einige Schneefelder und gehe direkt zum Gipfel. Ich habe somit meinen ersten 5000er bezwungen. Mein erster 5000er ist ein Vulkan, ein aktiver Vulkan, der Volc\u00e1n Lascar mit 5650 hm. Da ich es nicht aushalte hier oben, mache ich weder ein Bild noch sonst irgendwas und steige sofort wieder ab. Ein wenig weiter unten befindet sich die Ebene des Kraters. Ich sehe keine Lava, aber \u00fcberall kleine Dampfs\u00e4ulen aufsteigen. Nun kommt auch die erste Truppe hier oben an. Mir wird verraten, dass wir -20\u00b0C im Moment haben, was erkl\u00e4rt, dass ich meine H\u00e4nde nun absolut gar nicht mehr bewegen kann. Die Brasilianer sind so nett, helfen mir meinen Rucksack abzusetzen w\u00e4rmen mir die H\u00e4nde und schie\u00dfen ein paar Erinnerungsfotos f\u00fcr mich. Das heutige Foto des Tages entsteht genau in diesem Moment, als mir ihr Guide ein Loch in der Kraterwand zeigt, in das ich meine nackten H\u00e4nde stecken soll. Tats\u00e4chlich, es ist warm. Ich w\u00e4rme kurz meine H\u00e4nde in einem Vulkan, sodass ich sie wieder bewegen kann und mache mich direkt auf den R\u00fcckweg. In der Hoffnung etwas warm zu werden, steige ich sehr schnell ab und sehe, dass die anderen beiden Truppen bereits umgedreht haben, ohne den Krater oder den Gipfel zu erreichen. Heute waren also nur 5 von 24 Leuten oben. Ich bin stolz auf mich und erreiche als erste das Auto zitternd vor K\u00e4lte, aber zufrieden. Wir fahren nun nur noch nach San Pedro de Atacama zur\u00fcck, wo wir uns ein Hostel nehmen, wir k\u00f6nnen beide eine hei\u00dfe Dusche mehr als vertragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Drau\u00dfen geht gerade der Mond unter. Es ist super kalt. Es werden schnell Z\u00e4hne geputzt, gefr\u00fchst\u00fcckt und schon rollen wir in Talabre los. Wir haben noch 1-3 Stunden Fahrt vor uns. Alles unbefestigte Stra\u00dfe. 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