{"id":1092,"date":"2024-05-13T22:24:23","date_gmt":"2024-05-13T20:24:23","guid":{"rendered":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/?p=1092"},"modified":"2024-05-13T22:24:37","modified_gmt":"2024-05-13T20:24:37","slug":"pachamama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/2024\/05\/13\/pachamama\/","title":{"rendered":"Pachamama"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240513_1659417108443672647449454055-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1091\" srcset=\"https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240513_1659417108443672647449454055-768x1024.jpg 768w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240513_1659417108443672647449454055-225x300.jpg 225w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240513_1659417108443672647449454055-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240513_1659417108443672647449454055-600x800.jpg 600w, https:\/\/lets-world.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/pxl_20240513_1659417108443672647449454055.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Umso weiter n\u00f6rdlich wir kommen, umso w\u00e4rmer wird es und so kam es, dass ich die erste Nacht im Motorhome geschwitzt habe, auch wenn es drau\u00dfen immer noch ordentlich kalt ist. Der erste Gang war heute der, in die Finca Albarossa, wo wir Kaffe, Tee und Kuchen bekommen haben. W\u00e4hrend ich mich um die Reperatur der Zweitbatterie gek\u00fcmmert habe, hielt UV ein Plausch mit dem Koch und dem Hausm\u00e4dchen, machte uns Fr\u00fchst\u00fcck und f\u00fcllte unsere Wasserkanister auf. Nachdem alles geregelt war, verlie\u00dfen wir die Winzerei mit guten Eindr\u00fccken. Wir fahren bis nach Cafayate und wollten urspr\u00fcnglich zu einem Wasserfall gehen, als uns ein Zeichen zu H\u00f6hlen vom Weg ablenkt und wir diesem folgen. Wir gelangen in ein kleines Dorf, die Comunidad Diaguita. Wir werden von einer Frau angehalten, welche uns sagt, dass die H\u00f6hlen nur mit den Einheimischen hier besichtigt werden d\u00fcrfen und wir den Preis festlegen k\u00f6nnen. Also parken wir das Auto und starten in eine kleine Zeitreise. Gabi, l\u00e4sst uns an der Kultur und Geschichte ihres Volkes teilhaben. Sie betont, dass ihre Gesellschaft keine indigene Bev\u00f6lkerungsgruppe ist, sondern naturverbundene Ureinwohner. Sie sprachen einst eine Sprache, die heute allerdings nicht mehr gesprochen wird. Mit gro\u00dfer Begeisterung erz\u00e4hlt sie uns, dass &#8220;Cafayate&#8221; in dieser Sprache &#8220;Schlucht des Wasser&#8221; hei\u00dft, denn im Januar und Februar st\u00fcrzt hier das Wasser in Massen herab. In den anderen Monaten ist es trocken. Wir steigen einen Weg bergauf und kommen zu einer gro\u00dfen Steinplatte. Hier wurde vor circa 3000 Jahren Korn gemahlen. Als sich in den Kuhlen Wasser sammelte, sahen sie sich zum ersten Mal selbst in einer Art Spiegel und au\u00dferdem den Himmel. Sie entwarfen mit Hilfe von dieser einst als Mahlwerkzeug dienenden Steinplatte, den Mondkalender, die Zeit und markierten au\u00dferdem die Richtung des Sonnenauf- und -untergangs und entdeckten so die Himmelsrichtungen. Wir steigen weiter auf und lernen, wie naturverbunden diese Kultur ist. Sie lernt uns, wie man sich vor der Sonne sch\u00fctzt und welche Pflanze gegen Sonnenbrand hilft. All dass haben wir unserer Mutter Erde &#8220;Pachamama&#8221; zu verdanken. Die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer spielen eine gro\u00dfe Rolle in ihrem Leben. Ohne diese vier Elemente g\u00e4be es kein Leben und so wird das Wasser genauso wie das Feuer verehrt. Alles dreht sich um diese Elemente. Wir steigen weiter herauf und finden einige Wandmalereien hierzu. Der Nandu repr\u00e4sentiert die Erde, der Frosch das Wasser, der Kondor die Luft und die Schlange das Feuer. Bevor wir die H\u00f6hle betreten versuchen wir uns zu besinnen, wir betreten hier heiligen Boden, wir betreten die Geb\u00e4rmutter der Mutter Erde. Hier fanden alle Geburten statt. Die Plazenta wurde hier als Opfergabe hinterlassen und der Mann hatte die Aufgabe die Nabelschnur zu durchtrennen. Wir sollen die Energie auf uns wirken lassen. Wir schalten kein Licht an. Wir steigen in der H\u00f6hle auf und es wird pl\u00f6tzlich ganz warm. Wir k\u00f6nnen die Energie wortw\u00f6rtlich f\u00fchlen. Als Gabriela zu Pachamama spricht, schlie\u00dfe ich die Augen f\u00fcr 5 Minuten und lausche ihren Worten. Ein G\u00e4nsehautmoment. UV f\u00e4ngt neben mir an zu weinen. Sie hat uns vorher gesagt, dass dieser Ort extrem viel Energie hat, aber dass wir uns tats\u00e4chlich wie neu geboren f\u00fchlen, h\u00e4tte keiner von uns gedacht. Alles f\u00fchlt sich jetzt unwichtig an. Wieso steigen wir ins Auto und fahren weiter. Ich m\u00f6chte noch etwas verharren und die Natur, die Naturverbundenheit dieses Volkes und diese Energie sp\u00fcren. All unsere Probleme sind so klein. Wir sollen uns auf die 5 Grundbausteine des Lebens besinnen: Gesundheit, Arbeit, Reichtum, Liebe und Geduld. In dieser Reihenfolge ist Gesundheit, das was man am einfachsten erhalten kann und Geduld, das, woran man am meisten arbeiten muss. Aber hat man diesen Zustand erstmal erreicht, sind alle noch so gro\u00dfen Probleme, ganz klein. Mit Aussicht in den Himmel entscheiden wir uns, heute genau hier zu bleiben. Auf festem Grund und Boden (<strong>Erde<\/strong>), wo sonst die <strong>Wasser<\/strong>massen herabst\u00fcrzen, umtost von Wind (<strong>Luft<\/strong>), wo uns die Sonne (<strong>Feuer<\/strong>) noch w\u00e4rmt. Umgeben von Mutter Erde sind wir alle gleich und f\u00fchlen uns wohl.<\/p>\n\n\n\n<p>Heutige Wildtiersichtungen: 1 Falke, 4 Pferde, 9 Kondore<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umso weiter n\u00f6rdlich wir kommen, umso w\u00e4rmer wird es und so kam es, dass ich die erste Nacht im Motorhome geschwitzt habe, auch wenn es drau\u00dfen immer noch ordentlich kalt ist. Der erste Gang war heute der, in die Finca Albarossa, wo wir Kaffe, Tee und Kuchen bekommen haben. 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