
Ein paar Mal werde ich im Bus wach, schaue mir kurz die Umgebung an und nicke direkt wieder ein. 2 Nächte hintereinander im Nachtbus mit ständigem Halten, Licht an, Licht aus und Grenzübergang schlauchen. Bis kurz vor Ankunft in Windhoek verbringe ich in diesem Dämmerzustand und bekomme so sogar einige Pumbas, Schimpansen und den Heroes Acre zu Gesicht. In Windhoek angekommen freue ich mich. Die Stadt ist sauber und gar nicht so stark befestigt. Für eine Hauptstadt gibt es im Zentrum immer noch unbefestigtes Gelände neben der Straße, das ist schön zu sehen, auch wenn hier nicht viel wachsen wird in der Wüste. Aus dem Bus raus, bekomme ich mein Gepäck zurück, lege schnell eine Schicht Sonnencreme auf und weiß wo ich hin muss, da ich mein Ziel aus dem Bus schon entdeckt hatte. Ein kleiner Spaziergang ins Einkaufszentrum. MTC heißt mein Zielort. Ich frage mich durch und finde es schnell. Leider mit einer riesigen Schlange davor. Was soll’s, ich habe keine andere Möglichkeit als mich anzustellen. Eine namibianische SIM-Karte brauche ich so oder so. Also heißt es Geduld beweisen. Mittlerweile warte ich schon 2 Stunden und ich denke, es werden noch weitere 2 Stunden werden. Am Ende waren es fast wie erwartet 3,5 Stunden Warten und eine dicke Entschuldigung von demjenigen, der mich am Ende bedient hat, aber ich hatte einfach einen blöden Tag für meine Kleinigkeit erwischt. Der erste Montag eines Monats ist wohl immer Horror. Dann ein kleines Telefonat mit dem Liebsten und schon bekam ich einen Anruf, dass mein Couchsurfer-Gastgeber Feierabend hat und mich abholen kann. Wir haben uns vom ersten Augenblick super verstanden. Auf dem Weg sammelten wir noch einen Freund ein und einen weiteren Couchsurfer, der heute bei ihm schläft. Heute werde ich nicht alt. Mit Wärmflasche habe ich mich um 9 ins Bett gelegt.